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Ehrenamt des Monats 2005
Dezember 2005:
Hofgemeinschaft Gerlinghausen
November 2005:
Dorfgemeinschaft Sommerhausen
Oktober 2005:
Manfred Drobig (KISS: Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe)
September 2005:
Elisabeth und Klaus Spiegelhoff (Jugendarbeit der Mucher Jungschützen)
August 2005:
Dorfgemeinschaft/-jugend Berzbach
Juli 2005:
Urte Schaudinn (28 Jahre Leitung der Schwimmabteilung des TSV Much)
Juni 2005:
Paul Sommerhäuser (25 Jahre Wildschadenschätzer)
Mai 2005:
Mucher Kernteam (Weltjugendtag 2005)
April 2005:
Herbert Manz (28 Jahre Vorsitzender der Lebenshilfe)
März 2005:
Ewald Schlimbach (55 Jahre Hofgemeinschaft Oberheiden)
Februar 2005:
Anna und Stefan Grass, Elisabeth Hülck, Hildegard Langen, Doris Schlimbach und Clemens Rieger (Behinderten-Freizeitgruppe in Much)
Januar 2005:
Josef Knipp (53 Jahre Leiter der Theatergemeinde Much)



Dezember 2005: Hofgemeinschaft Gerlinghausen

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Im November 1952 wurde mit folgendem Beschluss die Hofgemeinschaft Gerlinghausen gegründet: "Die Einwohner von Gerlinghausen, Gemeinde Much, haben in der Vergangenheit unter Beweis gestellt, dass sie durch gegenseitige Hilfe und Entgegenkommen, ohne Hader und Zank, stets in Treue zueinander gestanden haben. Da die beteiligten Familien Wert darauf legen, dass dieses gute Einvernehmen auch in der Zukunft erhalten bleibt, bekräftigen sie diesen Willen durch die Gründung der "Hofgemeinschaft" Gerlinghausen."

Die Gerlinghausener sind begeisterte Kegelsportler. Von den Vorfahren von Gerlinghausen wurden bis 1952 5 Kegelbahnen gebaut und betrieben. Diese Bahnen lagen allerdings sämtlich im Freien und waren demzufolge dem Wetter ausgesetzt. In Fortsetzung der schönen Tradition wurde 1952 der Beschluss gefasst, eine neue Kegelbahn in Verbindung mit einem Gemeinschaftsraum zu bauen. Am 18. Juli 1952 konnte der Grundstein gelegt werden. Neben der Kegelbahn konnten in Eigenleistung noch ein Spielplatz (1984) und eine Grillhütte mit Toilettenanlage (2003) errichtet werden.

Einbau der vollautomatischen Kegelbahn in Gerlinghausen
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Einbau der vollautomatischen Kegelbahn in Gerlinghausen
Nachdem die Grillhütte mit der neuen Toilettenanlage fertig gestellt worden ist, begannen schon die Planungen für die Sanierung und Erneuerung der Kegelbahn. Nachdem die vollautomatische Kegelbahn im Sommer 2003 im Internet-Versteigerungsportal "ebay" zum sagenhaften Preis von nur 112 € ersteigert wurde, fuhren die starken und fleißigen Gerlinghausener nach Trier, um die Kegelbahn selber auszubauen.
Im Anschluss wurde die Kegelbahn komplett renoviert: neue Außenwände, neuer Dachstuhl sowie neuer Fußboden. Darüber hinaus wurde auch eine Thekenanlage eingebaut. In stundenlanger, harter Arbeit der rund 15 aktiven Helfer sowie der Unterstützung von Mucher Firmen ist es zu verdanken, dass 53 Jahre später, am 10. Dezember 2005, die Kegelbahn von der Hofgemeinschaft (Gerlinghausen hat inzwischen über 270 Einwohner) wieder ihrer Bestimmung als Treffpunkt und Stätte zur Ausübung des Kegelsports übergeben wurde.

Die vollautomatische Kegelbahn ersetzt die allerdings immer schwerer zu findenden "Kegeljungen". Über 50 Jahre haben Generationen von Kegeljungen ihr Taschengeld damit verdient, erfolgreichen, feucht-fröhlichen oder erfolgreich-fröhlichen Kegelclubs die "gefallenen Holz" zu zählen und wieder aufzurichten, mal ganz abgesehen von den unzähligen Kugeln, die aus der Kalle geklaubt werden mussten. Dies ist nun zu Ende.

Im Rahmen einer kleinen Feier mit Programm und geladenen Gästen wurden vier Gerlinghausener Bürger, die 1952 bei der erstmaligen Errichtung der Kegelbahn maßgeblich beteiligt waren, am 10.12.2005 geehrt und für ihr fortwährendes Engagement zu Ehrenbürgern von Gerlinghausen ernannt. Dies sind: Josef Merten, Hermann Spanier, Johann Merten und Josef Willms.

Ehrung der Bürger aus Gerlinghausen auf der neuen Kegelbahn:
(von links: Bürgermeister Alfred Haas, Martha Merten (Frau von Josef Merten), 2. Vorsitzender Thomas Willmund, Hermann Spanier, 1. Vorsitzender Hans Herbert Merten und Johann Merten (es fehlt: Josef Willms)
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Ehrung der Gründungsmitglieder der Hofgemeinschaft

Das Beispiel "Kegelbahn Gerlinghausen" zeigt, dass mit beispielhafter Gemeinsamkeit in einer intakten Hofgemeinschaft viel für das Leben und die Geselligkeit im Ort erreicht werden kann. Dazu sagt die Gemeinde Much Anerkennung und herzlichen Glückwunsch zu dieser wirklich tollen Leistung. Die Gemeinde Much wünscht der Hofgemeinschaft Gerlinghausen mit den Vorsitzenden Hans Herbert Merten und Thomas Willmund weiterhin eine gute Gemeinschaft und viel Erfolg bei weiteren Aktionen, sowie den Keglern viel Freude und Spaß auf und mit der neuen Kegelbahn.

In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass sich interessierte Kegler mit dem 1. Vorsitzenden Hans Herbert Merten unter 02245/4452 in Verbindung setzen können, um die noch freien Termine auf der neuen Kegelbahn in Gerlinghausen zu belegen.

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November 2005: Dorfgemeinschaft Sommerhausen
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In Sommerhausen herrschte schon immer ein reges Dorfleben, aber es nahm festere Formen an mit der Gründung der Dorfgemeinschaft im Jahre 1974. Es folgte dann der Bau eines Dorfplatzes 1975, auf dem Gelände, wo ehemals eine alte Scheune stand. Dieser Platz entschärfte gleichzeitig einen Verkehrsknotenpunkt in Sommerhausen, wurde Mittelpunkt des Dorfes und ermunterte alle dort zum Verweilen auf den geschaffenen Sitzgelegenheiten.
Im selben Jahr feierten die Sommerhausener ihr erstes Sommerfest, aus dem in den folgenden Jahren das bekannte Maifest wurde. Das Dorfleben wurde reger und im Jahre 1979 wurde die Dorfgemeinschaft im Vereinsregister aufgenommen (e.V.) mit dem Leitsatz: Verschönerung des Dorfbildes und Pflege und Förderung der Nachbarschaft.

1989 errichteten die Sommerhausener eine Spielstraße in der alten Gasse, die früher die direkte Ver-bindung zum Wahnbachtal war.
1993 wurde mit viel Fleiß und Idealismus ein neues Wegekreuz am Dorfplatz aufgestellt. Die Dorfgemeinschaft ist mit Recht stolz auf das Holzkreuz, denn es wurde aus dem Stamm der "Dicken Eiche", die an der alten Gasse stand, gefertigt und ist daher mit vielen Erinnerungen so mancher Sommerhausener verbunden.
1997 erhielt der Dorfplatz ein Dorfhaus, einen Achteck-Pavillon, welcher mit Hilfe französischer Zimmermanns-Lehrlinge im Rahmen des deutsch-französischen Lehrlingsaustausches errichtet wurde. Dank dieser Einrichtung ist die Dorfgemeinschaft Sommerhausen nun in der Lage, auch bei schlechtem Wetter ihre Treffen auf dem Dorfplatz durchzuführen.

Nachfolgend eine Auflistung der Aktivitäten der Dorfgemeinschaft Sommerhausen, die alle ehrenamtlich zur Verschönerung des Dorfbildes sowie zur Pflege und Förderung der Nachbarschaft durchgeführt werden:

  • Pflege des Dorfplatzes

  • Pflege der Kinderspielstraße

  • Müllsammelaktionen

  • Krankenhausbesuche

  • Geburtstagsgrüße an Senioren

  • Kirchenkranz bei besonderen Anlässen

  • Fronleichnamsaltar herrichten

  • Wandertag mit Kindern

  • Senioren-Stammtisch

  • Schmücken aus Anlass von Kommunion, Konfirmation, Hochzeit, Silber- und Goldhochzeiten sowie Schützenkönig


Als besondere Aktion sei noch der jährliche Weihnachtsmarkt am ersten Adventssonntag erwähnt. Am Sonntag, dem 27.11. ab 12 Uhr ist es wieder soweit und der 9. Weihnachtsmarkt findet in Sommerhausen statt.

Den Termin sollte man nicht versäumen, wenn wieder der prachtvolle Weihnachtsbaum am Dorfplatz erstrahlt und den Beginn der Weihnachtszeit ankündigt.
Stand auf dem Weihnachtsmarkt 2004
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Stand auf dem Weihnachtsmarkt 2004
Schön geschmückte Stände erwarten die Besucher rund um den Dorfplatz und laden zum Verweilen ein. Stände mit Strick- und Handarbeiten, mit winter- und weihnachtlichen Dekorationen, Bastelarbeiten vom Kreuzkapeller Kindergarten, Räucherstand mit leckeren Forellen usw.. Auch ein Stand des Restaurants Sonne wird dieses Jahr erstmalig dabei sein.

Für das leibliche Wohl wird auch bestens gesorgt mit Reibekuchen, Grillwürstchen, Waffeln und vieles mehr. Für die Dämmerung hat der Nikolaus sein Kommen mit dem Hans Muff angekündigt. Er will die Kleinen besuchen und diese mit Süßigkeiten überraschen. Der Erlös einiger Stände wird auch in diesem Jahr wieder gespendet. Über die ganzen Jahre konnten auf diese Art und Weise rund 2.500 € an das Kinderheim Overath, für die Delphintherapie eines Kindes aus Seelscheid sowie die SOS-Kinderdörfer gespendet werden.
In Sommerhausen sind alle herzlich willkommen. Fahren Sie mit Ihren Freunden und Bekannten nach Sommerhausen und nehmen Sie ein bisschen mit von der Freude und dem Gefühl einer wunderschönen Zeit.

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Oktober 2005:
Manfred Drobig (KISS: Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe)
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Manfred Drobig am Stand der KISS auf den Gesundheitstagen in Much am 22.10.2005
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Manfred Drobig am Stand der KISS auf den Gesundheitstagen in Much am 22.10.2005
In unserer Gemeinde gibt es viele Menschen, die sich für die Allgemeinheit engagieren und so einen wertvollen Beitrag leisten. Wir treffen sie in den unterschiedlichsten Bereichen und mit den verschiedensten Aktivitäten. Heute stellen wir einen Mann aus unserer Gemeinde vor, der seit nunmehr 5 Jahren ehrenamtlich bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe - KISS im Rhein-Sieg-Kreis tätig ist.

Zunächst einige Informationen zu Selbsthilfegruppen und der Kontakt- und Informationsstelle KISS:

Was ist eine Selbsthilfegruppe?

Eine Selbsthilfegruppe ist eine Gemeinschaft von Menschen, die sich zur Vorbeugung, Besserung und/oder Bewältigung körperlicher, seelischer und/oder sozialer Probleme bildet. Die Mitglieder von Selbsthilfegruppen treffen sich regelmäßig,

  • um Informationen und Erfahrungen auszutauschen,

  • sich auszusprechen,

  • gemeinsame Wege der Problembewältigung zu finden,

  • gemeinsam etwas zu unternehmen

  • und um ihre Interessen nach außen zu vertreten.


In der Gruppe liegt die Betonung auf Gleichberechtigung und gegenseitiger Hilfe; neue Wege und Möglichkeiten werden eröffnet.

Für wen gibt es im Rhein-Sieg-Kreis Selbsthilfegruppen?
Im Rhein-Sieg-Kreis gibt es zahlreiche Selbsthilfegruppen im Gesundheits- und Sozialbereich. Für viele Lebensumstände und zu unterschiedlichen Themen engagieren sich Menschen, so zum Beispiel:

  • chronisch Erkrankte

  • Behinderte

  • Menschen mit psychischen Problemen

  • Suchtkranke

  • alleinerziehende Mütter und Väter

  • Arbeitslose

  • Frauen und Männer

  • Senioren


Was macht die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe - KISS im Rhein-Sieg-Kreis?

Die MitarbeiterInnen der KISS

  • vermitteln Interessierte in schon bestehende Grup-pen und verweisen auf weitergehende Hilfen,

  • bringen Menschen mit gleichen Problemen und An-liegen zusammen und unterstützen die Neugründung von Gruppen,

  • beraten und unterstützen bei Bedarf bestehende Gruppen,

  • stellen den Gruppen in beschränktem Umfang Räume zur Verfügung und helfen bei der Raumsuche,

  • unterstützen Selbsthilfegruppen bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen (z.B. Gesundheitsmesse),

  • vertreten den Selbsthilfeaspekt in den politischen Entscheidungsgremien und in der breiten Öffentlichkeit.


Begonnen hat alles im Herbst 2000: Manfred Drobig war aus gesundheitlichen Gründen aus dem Berufsleben ausgeschieden und suchte eine neue Beschäftigung, da er sich trotz seiner eigenen Probleme gerne für andere ehrenamtlich engagieren wollte. Seit 5 Jahren unterstützt er die beiden hauptamtlichen Fachberaterinnen in der Hauptstelle in Troisdorf. Er hilft bei der Planung sowie der Durchführung von Veranstaltungen, macht Post- und Botengänge und darüber hinaus ist er das so genannte "Mädchen für alles". Für die beiden Fachberaterinnen ist er gar nicht mehr wegzudenken, er unterstützt sie jederzeit. Manfred Drobig hört dies zwar nicht sehr gerne, da er sehr bescheiden diese Arbeiten sehr gerne macht und ehrenamtlich arbeitet.

Neben der Hauptstelle von KISS in Troisdorf gibt es weitere Außenstellen in Bad Honnef, Alfter, Eitorf und seit dem 25.05.2005 auch in Much. Jeden 2. Donnerstag im Monat bietet Manfred Drobig von 10.00 bis 12.00 Uhr Sprechstunden im Kultur- und Freizeitzentrum Muchstock an.

Abschließend sei noch erwähnt, dass Manfred Drobig neben seiner Tätigkeit im Redaktionsteam der Zeitschrift "KISS-Zeit" seit Ende 2004 in den Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Kreisgruppe Rhein-Sieg gewählt worden ist. Der Paritätische Wohlfahrtsverband ist der Träger der KISS, was seinen ehrenamtlichen Einsatz sowie seine Identifikation mit der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe noch unterstreicht. Begonnen hat er als 2. Vorsitzender. Durch den beruflichen Weggang des Vorsitzenden ist Manfred Drobig seit Juni 2005 sogar der Vorstandsvorsitzende der Kreisgruppe Rhein-Sieg.

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September 2005:
Elisabeth und Klaus Spiegelhoff (Jugendarbeit der Mucher Jungschützen)

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Klaus und Elisabeth Spiegelhoff
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Klaus und Elisabeth Spiegelhoff
In diesem Monat stellen wir ein Ehepaar vor, das aus dem Mucher Vereinsleben nicht wegzudenken ist. Nachdem die Eheleute Klaus und Elisabeth Spiegelhoff mit ihren 4 Kindern 1987 aus dem Ruhrgebiet nach Much gezogen sind, begann ihr ehrenamtliches Engagement bei den Jungschützen Much im Jahre 1990. Bevor die Jungschützen 1990 gegründet wurden, gab es in Much einen Bundesschützen-Fanfarencorps, der sich 1989 aufgelöst hat.

1990 begann Klaus Spiegelhoff mit Hilfe der Schießleiter Roswitha Raschke und Thomas Pirotte die Jugendarbeit. Die Zahl der Jugend betrug 11 männliche und 2 weibliche Jugendliche. Diese trafen sich alle zwei Wochen dienstags zum Schießen. Die Organisation von Disco-Veranstaltungen sorgt dafür, dass die Jungschützen neue Waffen, Westen und Krawatten kaufen können. Die Vereinsarbeit wurde um ein Vielfaches erweitert, so fuhren sie zu anderen Vereinen, um an Wettkämpfen teilzunehmen. 1992, 1998, 1999 und 2004 bekam Martinus Much den Pokal für die beste Jugendarbeit des Rhein Sieg Kreis. Seit 1997 - 2002 halfen die Jungschützen bei den Interaktiven Jugendspielen. Bei den Interaktiven Spielen bestreiten behinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche gemeinsame Wettkämpfe. Die Anzahl der Jungschützen beträgt zurzeit 11 Schüler (12 -16 Jahre) und 10 Jugendliche (16-25 Jahre), die jeden Dienstag von 17.30 Uhr bis 20.00 Uhr zum Schießen kommen. Da Klaus Spiegelhoff noch eine andere Aufgabe im Verein (Hausmeister) übernahm, wurde Elisabeth Spiegelhoff 2003 zur 1. Jungschützenmeisterin gewählt. Klaus Spiegelhoff ist jetzt 2. Jungschützenmeister. Beide betonen aber immer wieder, dass sie die gesamte Arbeit über die Jahre hinweg immer gemeinsam gemacht haben. Ein solcher Einsatz ist auch nur gemeinsam zu meistern. Viele Stunden verbringen die beiden mit den Jungschützen. In ihren Gesichtern sieht man, dass ihnen diese Arbeit immer noch sehr viel Freude bereitet.

Viele Aktionen haben sie über die ganzen Jahre durchgeführt bzw. ins Leben gerufen. Zwei davon verdienen dabei eine besondere Erwähnung: Rhein-Power-Aktion mit Übernahme der Patenschaft für den Mucher Dorfweiher sowie historisches Fahnenschwenken. Die Idee der Übernahme der Patenschaft wurde im Juli 2003 anlässlich der Aktion "Rhein-Power" gebo-ren. "Rhein-Power" war eine 48-Stunden-Aktion, mit dem Ziel, durch gemeinsames Engagement soziale, ökologische, entwicklungspolitische und kreative Projekte umzusetzen. Die katholischen Jugendämter Bonn und Rhein-Sieg, die Katholischen Jugendwerke Rhein-Sieg und der Bund der Katholischen Jugend Bonn und Rhein-Sieg veranstalteten vom 18.-20. Juli 2003 diese große Mitmach-Aktion für alle Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 6 bis 27 Jahren aus der Region Bonn / Rhein-Sieg. Die Jungschützen beteilig-ten sich an dieser Aktion unter der Leitung von Klaus und Elisabeth Spiegelhoff sowie Hans Fehr. An diesem Wochenende überlegten sich alle Beteiligten, diese Aktion fortzusetzen, da die Arbeiten am Dorfweiher noch nicht abgeschlossen waren. Es blieb nicht nur eine Idee: die Mucher Jungschützen sind seitdem bereits an 6 Wochenenden am Dorfweiher tätig gewesen.

Die Jungschützen werden bei ihren Arbeiten von Elisabeth und Klaus Spiegelhoff sowie Hans Fehr betreut. Die Eheleute Spiegelhoff organisieren dann immer mit ihrer unverwechselbaren Art die Wochenenden: Morgens gibt es Frühstück, mittags wird eine Kaffeetafel mit Kaffee und Kuchen hergerichtet und abends wird bei trockenem Wetter am Dorfweiher gegrillt. Die Jungschützen haben die Patenschaft über den Dorfweiher übernommen, um diesen schönen Platz von Much wieder in den richtigen Glanz zu bringen und was besonders wichtig ist, sie wollen ihn auch so erhalten. Des Weiteren haben Elisabeth und Klaus Spiegelhoff das historische Fahnenschwenken in der Mucher St. Martinus Bruderschaft ins Leben gerufen. Vor 4 Jahren nahmen die ersten Jungschützen an einem Lehrgang teil, zu dem sie von den Eheleuten Spiegelhoff begleitet wurden. Bei dem historischen Fahnenschwenken werden zur Musik die Fahnen nach einer speziellen Reihenfolge geschwenkt. Mittlerweile gibt es bereits 6 Jungschützen, die das historische Fahnenschwenken erlernt haben.

Neben der Jugendarbeit sind Elisabeth und Klaus Spiegelhoff Mitglied im Schützenverein und im Ernteverein. 2000 (Klaus) und 2002 (Elisabeth) waren sie Schützenkönigspaar und 2004 waren sie auch Erntepaar in Wellerscheid. 2000 kam auf Initiative der Eheleute das Mucher Dreigestirn aus den Reihen der Jungschützen. Ein paar Jahre gingen die Jungschützen beim Rosenmontagszug in einer Fußgruppe mit. Sieben Jahre war Klaus Spiegelhoff Adjutant im Schützenverein und begleitete die Schützenkönigspaare dann zu den Besuchen der Schützenfeste der befreundeten Schützenvereine. Darüber hinaus ist Klaus Spiegelhoff als Vertreter des Schützenvereins seit dem 19.02.1991 Mitglied im Arbeitskreis Mucher Kirmes. Im Rahmen der Planung und Organisation ist er für die Getränke-beschaffung und den Kuchenverkauf zuständig. Direkt im Anschluss an die diesjährige Kirmes hat der Arbeitskreis seine Arbeit wieder aufgenommen.

Anlässlich des Weltjugendtages haben die beiden gemeinsam mit den Jungschützen 15 Jugendliche im Schützenhaus in Much bewirtet. Bei den Arbeiten mit den Jungschützen werden sie von der Jugendleiterin Sophia Murazzo und dem Jugendleiter Dennis Spiegelhoff unterstützt und wenn sie verhindert sind, auch vertreten. Klaus und Elisabeth Spiegelhoff sind sehr stolz auf ihre Jungschützen und betonen, dass gerade Sophia Murazzo ein extra Lob verdient hat. Sophia Murazzo engagiert sich sehr stark und unterstützt die beiden bei ihrer Arbeit. Darüber hinaus ist sie diejenige, die die anderen Jungschützen animiert, die ehrenamtlichen Arbeiten auch weiterhin zu leisten: Weltjugendtag und Übernahme der Patenschaft Mucher Dorfweiher sollen da nur exemplarisch genannt werden.

Abschließend noch ein Ausblick auf die Planungen der Eheleute Spiegelhoff für das kommende Jahr: Sie planen die Durchführung des Bezirksschützentages mit ca. 100 Jugendlichen aus dem Rhein-Sieg-Kreis in Much. Im Rahmen des Bezirks-schützentages finden sowohl Einzel- als auch Mannschaftswettkämpfe statt.

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August 2005:
Dorfgemeinschaft/-jugend Berzbach
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Die Gemeinschaft wird in Berzbach seit jeher großgeschrieben. 1985 wurde aus diesem Grund die Dorfgemeinschaft gegründet. Das wichtigste Anliegen der Dorfgemeinschaft war 1985 die Erstellung eines Begrünungsplanes, nicht nur für den inneren Ortsbereich, sondern auch durch markante Bepflanzungen im Außenbereich, und die Durchführung dieser Maßnahmen. Die Dorfgemeinschaft Berzbach hat durch die Bepflanzungen im Außenbereich entlang der Wanderwege sowie der Übernahme der Patenschaft für 2 Bänke, die der Verkehrsverein Much zur Verfügung gestellt hat, zur Aufwertung des Wanderwegenetzes beigetragen. Alle Neupflanzungen werden in einer Katasterkarte ergänzt und dokumentiert. Durch die zahlreichen Verschönerungsmaßnahmen seit der Gründung der Dorfgemeinschaft 1985 wurde Berzbach immer schöner, und erhielt 1999 den 7. Platz auf Kreisebene im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". 2001 folgte der 1. Platz im gleichen Wettbewerb auf Gemeindeebene, 2004 konnte Berzbach den 1. Platz erfolgreich verteidigen.

Spielplatz, im Vordergrund das neue Spielgerät
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Spielplatz, im Vordergrund das neue Spielgerät
Die Dorfgemeinschaft Berzbach errichtete 1989 den Spiel- und Bolzplatz, der mittlerweile nicht nur von den Kindern aus Berzbach genutzt wird. Auch viele Kinder aus angrenzenden Orten sowie Schulklassen und andere Gruppen kommen gerne auf den Spiel- und Bolzplatz nach Berzbach. In diesem Frühjahr mussten viele Spielgeräte aufgrund von Mängeln restauriert werden. Zusätzlich wurde von der Dorfgemeinschaft noch ein neues Spielgerät aufgestellt. Darüber hinaus wurde der Grillplatz mit Grill und zusätzlicher Feuerstelle, um sich am Lagerfeuer abends entsprechend wärmen zu können, ebenfalls erneuert. All' diese Angebote werden auch von vielen Gruppen aus der Gemeinde Much genutzt. Die Dorfgemeinschaft Berzbach stellt dies der Allgemeinheit gerne zur Verfügung.

Berzbach hat eine relativ junge Dorfbevölkerung. 20 % der Bewohner sind unter 20 Jahre alt. Ein Teil der 22-25-jährigen arbeitet zurzeit im Vorstand der Dorfgemeinschaft mit und organisiert in Eigenregie in diesem Monat das vierte Fußballdörferturnier, sowie Dorffeste und den jährlichen Dorfausflug. Das Fußballturnier findet am 14.08.2005 mit insgesamt 12 Mannschaften aus der Gemeinde Much auf dem Spiel- und Bolzplatz in Berzbach statt.

Gruppenbild der Damenmannschaften in 2004
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Gruppenbild der Damenmannschaften in 2004
Im letzten Jahr wurde sogar ein kleines Damenturnier mit Mannschaften der umliegenden Ortschaften durchgeführt. Das Dörferturnier dient vor allem dem fröhlichen Miteinander mit den anderen Orten der Gemeinde Much. Gerade die Entwicklung in den letzten Jahren zeigt, dass viele Orte froh über dieses Angebot in Berzbach sind. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, diese familiäre Atmosphäre in Berzbach mitzuerleben.

Seit 2000 veranstaltet die Dorfgemeinschaft das weit über die Mucher Grenzen bekannte Baumfest jeweils Anfang Dezember. Durch die engagierte Mitarbeit der Dorfjugend gibt es seit diesem Jahr wieder einen Maibaum und ein Maifest, wo Jung und Alt gemeinsam feiern. Zu diesen Festen sind alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Much herzlich eingeladen.

Neben den jährlichen Unterhaltungsarbeiten im Ort gibt es in Berzbach aber immer noch Pläne für die Zukunft. Auf Initiative von Herbert Haas wurden landwirtschaftliche Geräte und Maschinen beschafft, entsprechend restauriert und von der Dorfgemeinschaft am Straßenrand entlang eines Wanderweges in der Gemeinde Much aufgestellt. Von dieser Idee sehr begeistert, plant er zusammen mit Karl-Josef Haas in naher Zukunft sogar die Eröffnung eines Mini-Museums mit alten landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen sowie einem angegliederten Bauerncafe. Diese Überlegungen wurden gemeinsam mit dem Verkehrsverein Much konkretisiert und sollen zukünftig zusammen mit dem Tourismusbüro Much entsprechend vermarktet werden. In Zukunft können sich Wanderer, Schulklassen usw. in Berzbach über die Brotzubereitung in früheren Jahren informieren. Neben den Geräten sollen auch noch Informationstafeln in dem Museum aufgestellt werden, um die landwirtschaftlichen Arbeiten von früher verständlich zu erklären. Eine sehr interessante und hilfreiche Unterstützung nicht nur für den Schulunterricht in der Gemeinde Much.

Berzbach hat sich in vielen Bereichen für die Zukunft vorbereitet und bietet viel Lebensqualität: Dank der engagierten Mitarbeit der Dorfgemeinschaft und der Dorfjugend. Weitere Informationen über das Leben in Berzbach erhal-ten Sie im Internet unter www.dorfberzbach.de.

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Juli 2005:
Urte Schaudinn (28 Jahre Leitung der Schwimmabteilung des TSV Much)
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Urte Schaudinn
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Urte Schaudinn
Frau Urte Schaudinn wurde in Berlin geboren und ist dort aufgewachsen. Ihre Schwimmkarriere startete sie bei dem Charlottenburger Damenschwimmverein Nixe e.V. und wurde in ihrer Jugendzeit mehrfache Berliner und Norddeutsche Meisterin. Als sie beruflich nach Köln ging, trainierte und startete sie für Düsseldorf 98 und wurde dort Deutsche Meisterin in einer Rückenstaffel.

Urte Schaudinn ist seit 1963 verheiratet und hat 3 Töchter. Nach ihrem Umzug 1976 nach Much, begann sie auf Drängen von Dieter von Vietinghoff als Trainerin im TSV Much, zumal ihre 3 Töchter sehr begabt und trainingsfreudig waren.
In den 80er Jahren war die Schwimmabteilung des TSV Much führend im Rhein-Sieg-Kreis. Die Schwimmer besuchten erfolgreich Kreis- und Bezirksmeisterschaften und waren Mitglieder des jeweiligen Bezirkskaders. Herausragende Schwimmer waren damals Tomas Prescher, Anke Schaudinn, Sabine Wilbrand, Katja und Jörg Recknagel sowie Uta und Silke Schaudinn.
In den 90er Jahren kam bedingt durch Reparaturen und einer Schließung des Hallenbades von 3 Jahren ein Stillstand in die Schwimmabteilung. In dieser Zeit konnte überhaupt kein Training stattfinden.

"Seit 2000 schwimmen wir wieder ganz aktiv, aber wir mussten noch einmal ganz von vorne anfangen", so Urte Schaudinn. Mit 10 Übungsleitern an ihrer Seite und einer breiten Palette von Angeboten:

  • Kleinkinderschwimmen

  • Anfängerschwimmen

  • Fortgeschrittene Anfänger

  • Frühe Wettkampfschwimmer

  • Wettkampfschwimmer

  • Anfängerschwimmen für Erwachsene

  • Schwimmen für Senioren

  • Crash-Kurse für Anfänger in den Schulferien im Freibad


bietet die Schwimmabteilung so ziemlich alles, was man darstellen kann. Die Schwimmabteilung hat heute rund 250 Mitglieder.

Natürlich haben die Mucher Schwimmer nach dem "Neubeginn" längst wieder Erfolge erzielen können: zumindest auf Kreis- und Bezirksebene. Außerdem besuchen die Wettkampfschwimmer Kreis- und Bezirkskader. Die Wettkampfschwimmer trainieren 4 x in der Woche im Hallenbad und im Sommer 3 x im Freibad, um gut trainiert in die Wettkämpfe gehen zu können und ent-sprechende Erfolge zu erreichen. Alle 2 bis 3 Jahre finden Wettkämpfe mit dem Charlottenburger Damenschwimmverein Nixe e.V. in Berlin bzw. Much statt. Im letzten Jahr hatte der Verein, in dem Urte Schaudinn seit 50 Jahren Mitglied ist, sein 111-jähriges Bestehen. Die Schwimmabteilung ist mit 30 Leuten (26 Kinder und 4 Betreuerinnen) zu einem verlängerten Wochenende nach Berlin gefahren. Der Kontakt zu ihrem Heimatverein ist nie abgebrochen. Die Schwimmabteilung schlief bis zum Umbau des Olympiastadions in einer Jugendherberge im Stadion. Die Wettkampfanlage befindet sich ebenfalls auf dem Olympiagelände und es freut die Schwimmer, dort in einem 50 Meter Becken zu trainieren und sich mit den Charlottenburgerinnen in Wettkämpfen zu messen. Im Gegenzug kommen die Charlottenburgerinnen auch sehr gerne nach Much, um die besondere Atmosphäre in dem Mucher Hallenbad (Länge 16 2/3 Meter) zu erleben. "Es ist immer wieder ein tolles Erlebnis, diese Wettkämpfe in Much mitzuerleben", so Urte Schaudinn. Auch wenn sie betont, dass die Trainingsbedingungen durch die kurze Bahn nicht ideal sind. Eigentlich sollte man meinen, dass die Mucher Schwimmer durch das häufige Wenden perfekte Wendemanöver durchführen. "Aber gerade das ist komischerweise nicht der Fall", erläutert Urte Schaudinn.

Urte Schaudinn blickt zurück auf 28 Jahre Vereinsarbeit als Trainerin und Abteilungsleiterin, 5 Jahre als Geschäftsführerin und 4 Jahre als 2. Vorsitzende des gesamten TSV Much. Sie schwimmt heute immer noch sehr aktiv, startet unter "Masters" und gewinnt immer noch Kreismeisterschaften. Neben dem Schwimmen gilt ihr zweites sportliches Hobby dem Tennis. Sie spielt ebenfalls seit 28 Jahren sehr aktiv Tennis im TC Much. Hier aber ohne jegliches Engagement für den Club, sondern nur für sich und ihre Mannschaft.

Zum Abschluss betont Urte Schaudinn, dass der Sport sehr wichtig für Geist und Körper ist. Die Gesundheit und das Wohlbefinden liegen ihr sehr am Herzen und sie möchte alle animieren, Sport zu treiben. Am besten natürlich Schwimmen, da dies die wohl gesündeste Sportart überhaupt ist. Der Funke ist von ihr nicht nur auf ihre Töchter übergesprungen, sondern mittlerweile schwimmen auch schon ihre talentierten Enkelkinder.

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Juni 2005:
Paul Sommerhäuser (25 Jahre Wildschadenschätzer)
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Paul Sommerhäuser
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Paul Sommerhäuser
In diesem Monat ehren wir einen Menschen, der von Bürgermeister Alfred Haas in einer feierlichen Stunde für seine 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit als "Wildschadenschätzer für die Jagdgebiete der Gemeinde Much" geehrt wurde.

Viele werden sich nun fragen, was ist denn ein "Wildschadenschätzer"? Nachfolgend die Erklärung dieser ehrenamtlichen Tätigkeit:
Auf der Suche nach eiweißhaltigem Fressen durchforstet das jagdbare Wild Wald und Flur und verursacht Schäden. Wenn es zu größeren Schäden kommt, muss der Eigentümer den Schaden beim Ordnungsamt der Gemeinde Much anmelden. Im Anschluss wird ein Ortstermin mit dem Eigentümer, dem Jagdpächter, einem Vertreter der Jagdgenossenschaft und dem amtlichen Wildschadenschätzer vereinbart. In seinen 25 Jahren als Wildschadenschätzer ist es Paul Sommerhäuser fast immer gelungen, eine gütliche Einigung zwischen den Parteien zu erzielen. Die Schadenhöhe liegt zwischen 0 und 5.000 €.

In dem Gespräch mit Paul Sommerhäuser kamen neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Wildschadenschätzer noch viele interessante Dinge zum Vorschein. In seinem Leben hat er sich stets ehrenamtlich eingesetzt und viele "Posten" im Vereinsleben der Gemeinde Much und darüber hinaus inne gehabt. Nachfolgend eine kurze Darstellung seiner "Ehrenämter" von 1950-2005:

Paul Sommerhäuser wurde 1942 geboren und bei seiner Erzählung über seine ehrenamtlichen Tätigkeiten berichtet er über sein schönstes Ehrenamt als Messdiener von St. Johann Baptist in Kreuzkapelle von 1950 bis 1964 (schon verheiratet). Aus dem Kreuzkapeller Vereinsleben war und ist er nicht wegzudenken:

  • Im Alter von 12 Jahren begann er als Büttenredner im Kinderkarneval

  • Sprecher des Tambourcorps Kreuzkapelle im Vorstand der Schützenvereins

  • Vorsitzender und Gründungsmitglied des neuen Jugendtambourcorps und Tambourmajor

  • 17 Jahre stellvertretender Vorsitzender des Schützenvereins Kreuzkapelle

  • 14 Jahre Sitzungspräsident des Kreuzkapeller Karnevals

  • Initiator vom Bau des Pfarrjugendheims in Kreuzkapelle. Durch die erbrachte Eigenleistung beim Bau des Jugendheims durch den Schützenverein, erwarb das Tambourcorps Kreuzkapelle ein Nutzungsrecht.

  • 11 Jahre Vorsitzender des Pfarrgemeinderates Kreuzkapelle

  • Mitverantwortlich bei der Neugestaltung des Sportplatzes der katholischen Kirche in Kreuzkapelle auf Wunsch von Pfarrer Josef Güldenberg

  • Mitglied der Initiative Leichenhalle Kreuzkapelle (zuständig für Finanzen)


Neben all diesen ehrenamtlichen Tätigkeiten ist er bis heute der einzige Schütze des Kreuzkapeller Schützenvereins, der sowohl Schützenprinz, Schützenkönig (1970-1971) und Schützenkaiser (1989-1990) war. Darüber hinaus war er bis zu einer schweren Erkrankung von 1961 bis 1989 28 Jahre der Sankt Martin für den Schulbezirk Kreuzkapelle. Seinem Strahlen im Gesicht erkennt man, dass er dies heute noch gerne machen würde, wenn er nicht die schwere Bandscheibenoperation gehabt hätte.

Ebenfalls war er als ehemaliger Landwirt sehr aktiv für die Belange der Landwirtschaft:

  • 17 Jahre Vorsitzender der Ortsbauernschaft Kreuzkapelle (1965-1982)

  • Vorstandsmitglied der Kreisbauernschaft

  • Ortslandwirt von Kreuzkapelle und südlicher Gemeinde Much

  • Vorstandsmitglied der Landwirtschaftskammer Rheinland

  • Gründungsmitglied und stellvertretender Vorsitzender der Betriebshaltergemeinschaft im Rhein-Sieg-Kreis; verantwortlich für den rechtsrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises: diese Einrichtung wurde später von den landwirtschaftlichen Versicherungsträgern übernommen.

  • Mitglied im Beirat der landwirtschaftlichen Sozialversicherungsträger, die dreigeteilt waren: landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft, Bauernrente und Krankenkasse

  • Mitglied im Vorstand des Aggerverbandes als Interessenvertreter der Landwirtschaft von 1971 bis 1982


Darüber hinaus war er 6 Jahre Schöffe beim Oberlandesgericht in Bonn.
Nicht zu vergessen sind natürlich sein Einsatz und sein Engagement in seinem Heimatort Herchenrath:

  • Gründer und Sprecher der Dorfgemeinschaft Herchenrath. Nachfolgend einige Aktivitäten der Dorfgemeinschaft: Dorfplatz herrichten, Maifest, Karnevalsbeteiligung, Osterfeuer, Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" (13. Platz)

  • Erbauer der Kapelle "Maria Geburt" in Herchenrath; Einweihung durch Bischof Höhnen am 08.09.1989

  • Stellvertretender Vorsitzender der IG Lärm, die durch den enormen Einsatz einer weniger Bürger von Herchenrath, Hillesheim, Steinhaus und Huven den Bau eines Hundeheimes mit Internationalem Charakter verhindert hat.


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Mai 2005:
Mucher Kernteam (Weltjugendtag 2005)
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Kernteam 2004 beim Empfang des Kreuzes in Berlin
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Der Weltjugendtag wirft seine Schatten voraus. Immer konkreter wird die Bedeutung dieses einmaligen Großereignisses in der Woche vom 15. bis 21.08.2005 für Much, Marienfeld und Kreuzkapelle. Das Kreuz der Weltjugendtage haben die Kernteamer am Palmsonntag 2004 empfangen. Von dort ging es durch viele Länder und ist nun wieder in Deutschland. Am 19. März kam es mit dem Schiff ins Erzbistum Köln. In der Zeit vom 8.-16. Mai ging das Kreuz seinen Weg durch den Rhein-Sieg Kreis und kam auf seinem Weg auch durch Much. Es will alle Menschen zwischen 16 u. 30 Jahren zur Teilnahme an den Tagen einladen. Die Kernteamer haben es in Eitorf abgeholt und mit vielen anderen Pilgern zu Fuß nach Much getragen. Am Abend des Pfingstsonntags (15.5.) ist es in St. Martinus ankommen. Um 21.00 Uhr feierten wir eine ergreifende Andacht vor dem Kreuz. Am Pfingstmontag in der Messe um 11.15 Uhr wurde es an die Kernteamer des Dekanates Euskirchen weitergegeben.

Den Kernteams in der Gemeinde Much gehören zurzeit 16 Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren an, die vor Ort durch den Pastoralassistenten Simon Miebach als Geistlicher Begleiter unterstützt werden. Den Kernteams in Kreuzkapelle, Marienfeld und Much gehören nachfolgende Jugendliche an: Sina Bauer (Wellerscheid), Kathrin Bungenberg (Wersch), Verena Deptner (Marienfeld), Sandra Diederichs (Marienfeld), Valentin Kunert (Marienfeld), Christina Lauff (Wellerscheid), Sebastian Mràz (Niederwahn), Eva Olliges (Marienfeld), Birthe Pütz (Wellerscheid), Miriam Quiter (Marienfeld), Kevin Ryczek (Rosshohn), Mareike Schmitz (Wersch), Kathrin Schneider (Feld), Anja Silberberg (Wellerscheid), Anne Söntgerath (Wellerscheid) und Julia Steinbach (Werschberg). Die Koordination der Kernteams übernimmt in Kreuzkapelle Mareike Schmitz, in Marienfeld Miriam Quiter und in Much Sebastian Mràz, der auch die gesamte Teamleitung aller Helfer in der Gemeinde Much innehat und unter der Telefonnummer 02245/2096 zu erreichen ist.

Die Mucher Kernteamer haben ihre Arbeit im September 2003 begonnen. Nachfolgend die Aufgaben, die die Mitglieder der Kernteams seit dem wahrgenommen haben bzw. in den letzten Monaten der Planung und Begleitung in der Gemeinde Much noch leisten werden:

  • im September 2003 erste Information und Werbung von Jugendlichen

  • anschließend Bildung von 3 Kernteams

  • Ziel der Arbeit der Kernteams: sich selbst und die Pfarrgemeinden in Much auf den Weltjugendtag vorbereiten

  • Palmsonntag 2004: Fahrt nach Berlin, um das Kreuz in Deutschland in Empfang zu nehmen

  • Suche und Einteilung von Freiwilligen Helfern für den Weltjugendtag (bislang über 60 Personen)

  • Suche von Quartieren für die jugendlichen Gäste (bislang 650 in Gemeinschaftsquartieren und über 560 bei Privaten = 1.230)

  • Bekannt machen des Weltjugendtages (Neujahrsempfänge, Pfarrbriefe, Zeitung, Pfarrinfos, Plakate ...); Motivation von Jugendlichen zur Teilnahme

  • Planung der Veranstaltung vor Ort während dem Weltjugendtag (Empfang der Gäste, Begrüßungsfeier, Kreuzweg, Morgengebete)

  • Planung und Durchführung von Jugendmessen, Frühschichten, Gebet zur Papstwahl

  • mindestens monatliche Treffen zur Planung und spirituellen Vorbereitung durch Bibel- und Glaubensgespräch, Gebet

  • Losverkauf und Sponsorensuche

  • Mitarbeit im Pfarrgemeinderat

  • Eingabe aller Daten in die Pilgersoftware des Weltjugendtagbüros


Am Freitag, dem 19.08.2005 wird in allen Gemeinden, in denen Jugendliche untergebracht sind, der Kreuzweg gebetet. Im Anschluss daran möchten die Kernteamer mit den Muchern und den Gästen ein Abschiedsfest feiern. Das bedeutet, dass wahrscheinlich weit über 1.500 Menschen zusammenkommen. Wenn möglich, sollen dann einige Grills angeheizt und Getränke angeboten werden. Das Gelände steht noch nicht definitiv fest. Aber aktuellen Überlegungen nach möchten wir von allen Kirchen im Seelsorgebereich aus (außer Marienberghausen) in einem Sternmarsch zur Mucher Kirche gehen und uns dort rund um die Kirche, auf der Hauptstraße und dem Platz zwischen Raiffeisenbank und Sparkasse versammeln. Wie Sie sich denken können, klappt auch das nicht ohne Ihre Hilfe: sei es durch Sach-spenden (Toilettenwagen, Würstchen, Brot, Grill, Getränke...) oder eben auch tatkräftige Unterstützung.

Auch an den anderen Abenden (Mo-Do) soll es die Möglichkeit zur Begegnung geben, dazu haben wir das Gelände um die Fatimakapelle vorgesehen.
"Viele Hände schnelles Ende": je mehr Menschen mithelfen, umso leichter wird es. Wir benötigen eine große Anzahl von Freiwilligen, die in der Zeit vom 15.-20. August (letzte Ferienwoche) zur Verfügung stehen. Noch ist nicht absehbar, was genau zu tun sein wird, wir müssen aber viele hundert Jugendliche in Much versorgen. Das heißt: Die Jugendlichen müssen ihre Quartiere finden, über 600 Gäste müssen in den Gemeinschaftsquartieren versorgt werden z. B. durch Nachtwachen, Erste Hilfe, Verteilen von Frühstück, die Duschen und Toiletten müssen gepflegt werden, es muss auf- und abge-schlossen werden, Getränke verkauft werden... Dazu brauchen wir Freiwillige! Wenn Sie also Lust und Möglichkeit haben, dann melden Sie sich in einem der Pfarrbüros oder bei Pastoralassistent Simon Miebach (02245/9119800).

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April 2005:
Herbert Manz (28 Jahre Vorsitzender der Lebenshilfe)
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Herbert Manz
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Herbert Manz
Der bereits im Jahr 1964 gegründete Verein "Lebenshilfe für geistig behinderte Menschen im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis e.V." hat sich zur Aufgabe gemacht, die nötigen Voraussetzungen zu schaffen und alle Maßnahmen und Einrichtungen zu fördern, die geistig behinderte Menschen brauchen, um in allen Lebensbereichen und Lebensabschnitten ein möglichst normales Leben führen zu können.

Seit 28 Jahren lenkt Herbert Manz die Geschicke des Vereins "Lebenshilfe für geistig behinderte Menschen im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis" als Vorsitzen-der und setzt sich mit unermüdlichem Engagement zum Wohle der behinderten Mitmenschen und deren Integration in die Gesellschaft ein.
Anfang der 70er Jahre hat sich Herbert Manz ehrenamtlich dafür eingesetzt, dass in der sog. "Knollenschule" in Much eine "beschützende Werkstatt für Behinderte" errichtet worden ist. Zu dieser Zeit bestand für Behinderte keine Schulpflicht. Nachdem die Gesetzeslage sich geändert hatte und die öffentliche Hand für die Beschulung der Behinderten verantwortlich war und jeder Anspruch auf schulische Ausbildung hatte, wurde die 1. Schule für Behinderte in Rossel gebaut. Die Arbeit an diesem Projekt hat Herbert Manz so viel Freude bereitet, dass er im Anschluss seine Arbeit in dem Verein begann und zum ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde.

Wie aus der nachfolgenden Chronik der Vereins (nach Angaben des Geschäftsführers Klaus Ringhof) zu erkennen, ist diese Ära geprägt vom stetigen Auf- und Ausbau der Einrichtungen des Vereins -Werkstätten, Frühförderzentrum, Wohnhäuser, Fachdienst Unter-stütztes Wohnen-, die den kleinen und großen Menschen mit geistiger Behinderung nicht nur Förderung, Arbeit, Unterkunft und Verpflegung, sondern auch Sicherheit, Geborgenheit und Eigenständigkeit bieten.

Unmittelbare Einrichtungen des Vereins:

  • Frühförderzentrum
    Im Frühförderzentrum in Sankt Augustin werden jährlich ca. 250 Kinder gefördert, deren Behinderungen und Entwicklungsverzögerungen auf unterschiedlichste Gründe zurückzuführen sind. Diese Förderung erfolgt familienorientiert, interdisziplinär und nach ganzheitlichem Konzept.
    Das Team besteht zurzeit aus Psychologen, Pädagogen, Ergotherapeuten und Krankengymnasten. Gruppenangebote, Förderung im Wasser und der schon im Jahr 2000 angelegt, sensomotorische Therapiegarten runden die vielfältigen Fördermöglichkeiten ab.


  • Drei Wohnhäuser
    Selbständigkeit und noch mehr Selbstbestimmung sind seit einigen Jahren die Schlagworte, um die sich in der Assistenz bei Menschen mit geistiger Behinderung vieles dreht. Dabei handelt es sich nicht um ein Geschenk, sondern um ein Recht für die betroffenen Menschen. Die Lebenshilfe versucht, in den drei Wohnhäusern in Sankt-Augustin, Niederkassel-Rheidt und Much diesem Anspruch gerecht zu werden. Die Bewohner finden hier nicht nur Versorgung, Unterkunft und Verpflegung, sondern Geborgenheit und Eigenständigkeit, Privatsphäre und Gemeinschaft.


  • Fachdienst "Unterstütztes Wohnen" in Much


Mittelbare Einrichtungen des Vereins (alleinige Gesellschafterin):

  • Rhein-Sieg-Werkstätten der Lebenshilfe GmbH


In den Werkstätten für behinderte Menschen werden dauerhafte Arbeits- und Betreuungsplätze zur Verfügung gestellt. Schwerstmehrfachbehinderte Menschen werden in den Förderbereichen individuell und ganzheitlich gefördert, betreut und gepflegt. Das Angebot von ca. 800 Arbeitsplätzen in den Rhein-Sieg-Werkstätten in Troisdorf, Eitorf, Much und Siegburg umfasst Lohnauftrags- und Dienstleistungsberei-che wie: Metallbearbeitung, Pulverbeschichtung, Montage, Verpackung, Landschafts- und Gartenpflege, Wäscherei, Mangel, Schuhreparatur, Gravur- und Schlüsseldienst sowie Elektrorecycling.

Die Lebenshilfe, der Verein und seine Werkstätten, ist ein mittleres wirtschaftliches Unternehmen. Sie sind für mehr als 1.000 behinderte Menschen da, ca. 250 im Frühförderzentrum und ca. 800 in den Werkstätten, von denen etwa 110 in den Wohnhäusern leben und nahezu 20 Personen im Fachdienst Unterstütztes Wohnen Rat und Hilfe erhalten können. Die Lebenshilfe beschäftigt rund 300 hauptamtliche MitarbeiterInnen.
Das Interesse des Vereins, den Behinderten, die in Bövingen in der Behindertenwerkstatt arbeiten, auch in unmittelbarer Nähe ein Wohnhaus in Much zu errichten, konnte im Jahr 1997 realisiert werden. Der damalige Gemeindedirektor der Gemeinde Much, Klaus Ringhoff, hat durch seinen Einsatz entscheidend dazu beigetragen, dass diese Idee auch umgesetzt werden konnte.

Herbert Manz freut sich, dass die Behindertenwerkstatt in Bövingen mit Arbeit komplett ausgelastet ist: sei es durch Aufträge der heimischen Industrie oder aber der umliegenden Gewerbebetriebe bis nach Köln. Die Planungen und Ziele des Vereins "Lebenshilfe für geistig behinderte Menschen im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis e.V." sind aber noch nicht abgeschlossen. So plant Herbert Manz zurzeit, in Much eine Außenstelle des Frühförderzentrums in Sankt Augustin zu schaffen.

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März 2005:
Ewald Schlimbach (55 Jahre Hofgemeinschaft Oberheiden)
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Ewald Schlimbach vor dem Dorfgemeinschaftshaus der Hofgemeinschaft Oberheiden e.V.
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In unserer Gemeinde gibt es viele Menschen, die sich für die Allgemeinheit, für andere, engagieren und so einen wertvollen Beitrag leisten. Wir treffen sie in den unterschiedlichsten Bereichen und mit den verschiedensten Aktivitäten. Ohne das freiwillige Engagement der Bürgerinnen und Bürger ist eine freie und demokratische Gesellschaft nicht denkbar.
Heute stellen wir einen Mann aus unserer Gemeinde vor, der sich schon seit vielen Jahren für die Dorfgemeinschaft in Oberheiden einsetzt und so maßgeblichen Anteil an der heute gut funktionierenden Dorfgemeinschaft hat.
Das Zusammengehörigkeitsgefühl in Oberheiden erkennt man an den zahlreichen Veranstaltungen, die im Laufe des Jahres gemeinsam durchgeführt werden.

Seit Anfang der 50er Jahre ist Ewald Schlimbach aus dem Dorfleben in Oberheiden nicht mehr weg zu denken. Seit dieser Zeit engagiert er sich in der Dorfgemeinschaft mit vorbildlichem Einsatz und ist "Vorbild für die Jugend", so sein Sohn Manfred Schlimbach.

In den Anfängen der Hofgemeinschaft Oberheiden wurden Scheunenfeste veranstaltet. Das erste Maifest fand 1952 und der erste Preisskat fand in den Räumen der Familie Schlimbach Ende der 60er Jahre statt. 1984 wurden die Overhedder Hoffsänger gegründet, die im letzten Jahr ihr 20-jähriges Bestehen mit einem karnevalistischen Frühschoppen feiern konnten.

Ewald Schlimbach ist seit den Anfängen der Overhedder Hoffsänger Mitglied und auch in der diesjährigen Karnevalssession konnte man ihn auf der Bühne sehen. Der Gesang mit seinen Freunden aus Oberheiden macht ihm immer noch große Freude und er ist gerne bei den musikalischen Auftritten in der Gemeinde Much an der Seite von ihnen.

Noch heute ist Ewald Schlimbach als Beisitzer im Vorstand der Hofgemeinschaft Oberheiden e.V., die seit 1995 ein eingetragener Verein ist. Die Gründungsversammlung fand am 27.01.1995 statt. Die Grundsteinlegung war am 01.05.1996. Das Richtfest konnte am 27.06.1997 gefeiert werden und die Einweihung fand am 03.06.2000 statt. Somit konnte auch der Traum eines eigenen Dorfgemeinschaftshauses wahr werden. Alle Arbeiten wurden in Eigenleistung erbracht.

Doch dadurch waren die zahlreichen Arbeiten um Dorfgemeinschaftshaus nicht beendet. Noch heute sieht man Ewald Schlimbach fast täglich am Dorfgemeinschaftshaus, um nach dem Rechten zu gucken. Die Unterhaltungsarbeiten und Außenarbeiten um das Dorfgemeinschaftshaus werden von einigen Rentnern aus Oberheiden zusammen gemacht. Hier ist stellvertretend für alle fleißigen Helfer aus Oberheiden Ewald Schlimbach zu nennen, der durch seinen Einsatz dies alles ermöglichte.

In diesem Jahr ist er auf der alljährlichen Karnevalssitzung der Hofgemeinschaft für Freunde und Bekannte im Dreigestirn als Jungfrau aufgetreten. Dieser Auftritt bleibt den zahlreichen Gästen sicher noch lange in Erinnerung. Der heute 80-jährige Ewald Schlimbach machte auch in dem roten Kleid eine gute Figur und begeisterte die Besucher der Karnevalssitzung in Oberheiden. Darüber hinaus hat Ewald Schlimbach noch lange Jahre ehrenamtlich im Vorstand der Flurbereinigung Gerlinghausen mitgearbeitet.

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Februar 2005:
Anna und Stefan Grass, Elisabeth Hülck, Hildegard Langen, Doris Schlimbach und Clemens Rieger (Behinderten-Freizeitgruppe in Much)
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Elisabeth Hülck, Clemens Rieger, Hildegard Langen, Stefan und Anna Grass
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Vor ca. 13 Jahren (1992) erklärten sich auf die Bitte des damaligen Mucher Pfarrers Wolfgang Hages fünf Mitglieder unserer Gemeinde spontan bereit, jeden Monat ein paar Stunden mit behinderten Menschen zu verbringen mit dem Ziel, Ihnen etwas Abwechslung und Freude zu bereiten und nicht zuletzt, um sie ein wenig mehr in die Gemeinde zu integrieren. Es gab zum damaligen Zeitpunkt weder das Wohnhaus der Lebenshilfe noch die Werkstatt für Behinderte in Much, so dass die einzelnen Behinderten in der Ge-meinde sehr isoliert waren.

Die Gruppenarbeit wurde zunächst mit fünf Behinderten aus unserer Gemeinde aufgenommen. Inzwischen ist die Gruppe auf 17 Behinderte angewachsen, die zum Teil im Wohnhaus Webersbitze wohnen und nicht mehr alle aus unserer Gemeinde stammen. Einmal monatlich trifft man sich für zwei Stunden, um gemeinsam Dinge zu tun, die den Mitgliedern Freude bereiten. Zusätzlich finden einmal jährlich eine dreitätige Reise, ein gemeinsames Abendessen mit Eltern, ein Gottesdienst in der katholischen Kirche sowie ein Tagesausflug statt.

Erwähnen sollte man, dass es sich bei den sechs Betreuern um Personen handelt, die vorher keine Erfahrung mit dem Umgang von geistig behinderten Menschen hatten und bei denen dieser Entschluss zunächst auch einige Ängste verursachte. Doch die Anfangshürden waren bald genommen, und es entwickelte sich schon bald eine sehr herzliche Verbindung zwischen Betreuern und Gruppenmitgliedern. Die behinderten Menschen stellen keine großen Ansprüche. Sie freuen sich über jede Zuwendung, die etwas Abwechslung in ihren Alltag bringt. Dennoch muss man lernen, mit den Eigenarten eines jeden richtig umzugehen, was mitunter gerade bei Ausflügen mit Übernachtung recht problematisch ist. Die meisten der Betreuer haben selbst Familien und nehmen sich trotzdem viel Zeit für die Gruppenarbeit. So erstellen sie für jedes Jahr ein neues Programm für die einzelnen Treffen und Aktivitäten, die sie dann mit großem Engagement vorbereiten. Allein diese Planung erfordert viel Überlegung: z.B. wird für die Weihnachtsfeier ein Nikolaus engagiert, der über jedes Mitglied ein paar Zeilen vorträgt. Das ist immer besonders spannend. Zur Gitarrenbegleitung von Herrn Rieger singt man Weihnachtslieder und trinkt heißen Punsch (natürlich ohne Alkohol). Beim ersten Treffen im neuen Jahr gibt es Brezeln und Kakao. Zu Karneval findet ein Kostümfest statt (dieses Jahr im Dorfhaus Oberheiden, da das Jugendheim für die vielen Mitglieder langsam zu klein wird). Ostern werden Eier bemalt und versteckt. Im Sommer wird gegrillt, mit dem Planwagen gefahren u.ä.; zum Sankt Martin gibt es Weckmänner und vieles mehr.

Einen kleinen Einblick in die Arbeit der Betreuer vermitteln die nachfolgenden Reime, die anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Gruppe vorgetragen wur-den:

10 Jahre - habt ihr unsere Lieben begleitet
und ihnen immer Freude bereitet;
habt gemeinsam gebastelt, gekocht und gegessen,
dabei Lachen und Singen nie vergessen;
seid nach Ahrweiler, Münster und Aachen gereist,
eure Familien waren währenddessen verwaist,
besuchtet den Zoo, fuhrt auf dem Rhein
und mit Pferd und Wagen ins Grüne hinein.

Fest gehören zu eurem Programm
Weihnachtsfeiern mit Weihnachtsmann,
Martinsabend mit Weckmannessen,
Kegeln und Minigolf nicht zu vergessen.
Der Behindertengottesdienst einmal im Jahr
ist für alle Besucher wunderbar.

Wie viele Stunden - das lässt sich nur ahnen -
vergehen beim Vorbereiten und Planen?
Ihr habt es geschafft, ins Bewusstsein zu rücken,
wovor sich viele doch lieber drücken:
diese Menschen zu akzeptieren,
damit auch sie Liebe und Zuwendung spüren.

Dabei lasst ihr es jedoch nicht bewenden,
werbt überall noch für zahlreiche Spenden.
Von vielen Muchern wurdet ihr schon bedacht,
so wurden Pläne erst möglich gemacht.
Ein ganz besonderes Dankeschön
soll von uns auch an diese Spender geh'n.

Frau Margret Franken spricht stellvertretend für alle Eltern und Angehörigen: "Wir wissen unsere erwachsenen Kinder immer gut aufgehoben in dieser Gruppe mit ihren liebenswerten Betreuern und können kaum genug danken für deren Leistung."

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Januar 2005:
Josef Knipp (53 Jahre Leiter der Theatergemeinde Much)
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Josef Knipp
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53 Jahre leitete Josef Knipp die Theatergemeinde Much. Begonnen hat alles im Jahre 1951, als ihn Paul Pick, der 1949 die Theatergemeinde gegründet hat, fragte, ob er bereit wäre, sein Nachfolger zu werden. "Spontan habe er zugesagt", so Josef Knipp. Ihm merkt man an, dass ihm diese Aufgabe in den 53 Jahren sehr viel Freude bereitet hat.

Zu Beginn war die Theatergemeinde Much noch der Theatergemeinde Köln zugeordnet. Josef Knipp erinnert sich noch daran, dass sie Anfang der 50er Jahre 4x mit den Mucher Gruppen nach Köln gefahren sind, um dort Veranstaltungen in einem Theaterprovisorium zu besuchen.
1953 wurde die "Theatergemeinde Bonn für christliche Kultur" gegründet. Die Leitung übernahm Intendant Pempelfort, der vorher in Köln tätig war. Von nun an besuchte die Mucher Theatergemeinde die Vorstellungen in Bonn. Bevor das neue Theater in Bonn gebaut wurde, waren die Aufführungen im Bürgerhaus in Bonn. Die erste Aufführung war "Die heilige Johanna", in der Horst Tappert die Hauptrolle spielte. In den 53 Jahren hat Josef Knipp gemeinsam mit den Mitgliedern der Mucher Theatergemeinde viele Prominente Schauspieler sehen können: Werner Kreindl, Maximilian Schell, Jochen Busse und Hans-Jürgen Bäumler, um nur einige zu nennen.
Die Theatergemeinde Much ist Mitglied im Dachverband in Bonn. Von dort erhalten sie Vorschläge für den Besuch der Veranstaltungen in Bonn. Jedes Mitglied hat ein Jahresabo für 10 Veranstaltungen (4 musikalische und 6 Sprachthe-ater). Die musikalischen Aufführungen finden überwiegend im Opernhaus statt. Die anderen Veranstaltungen werden im Kammerspiel in Bad Godesberg, im kleinen Theater in Bad Godesberg oder im Contrakreistheater in Bonn aufgeführt.

Nachdem Josef Knipp von Bonn die Vorschläge für die einzelnen Veranstaltungen erhalten hat, veröffentlicht er im Mitteilungsblatt der Gemeinde Much die Veranstaltung, das Datum, den Ort, die Kosten und den Zeitpunkt der Abfahrt. Von den Mitgliedern der Theatergemeinde können dann die Eintrittskarten bei Haasbach-Klement abgeholt werden. Am Tag der Veranstaltung fahren die 40-50 Mitglieder der Theatergemeinde Much gemeinsam mit einem Bus der Firma Willms aus Seelscheid von Marienfeld über Much und die Zeithstraße nach Bonn. Der Bus bringt die Mitglieder der Theatergemeinde bis vor die Tür des Veranstaltungsortes. Nach der Veranstaltung steht der Bus pünktlich wieder zur Abfahrt bereit. Da Josef Knipp die nächste Veranstaltung ca. 4 - 6 Wochen vorher kennt, berichtet er auf der Rückfahrt darüber und die Mitglieder der Theatergemeinde können sich den Termin bereits vormerken. Die genauen Angaben werden dann rechtzeitig von ihm im Mitteilungsblatt wieder veröffentlicht.

"In den 53 Jahren ist es einmal vorgekommen, dass der Bus nicht gekommen ist. Dann sind wir schnell auf Privat-PKWs umgestiegen und nach Bonn gefaren. Auf dem Weg nach Bonn habe ich bei dem Theater angerufen. Die Veranstaltung hat dann 10 Minuten später angefangen", berichtet Josef Knipp mit einem Lächeln im Gesicht. In den 70er Jahren fuhr die Theatergemeinde in der Sommerpause zu den "Operettenfestspielen auf dem Rhein" nach Koblenz. Samstag gegen 12.00 Uhr ging die Fahrt los und am frühen Sonntagmorgen war man wieder in Much. Diese Fahrten haben sehr viel Spaß bereitet und dienten zur Förderung der Gemeinschaft.

Josef Knipp blickt mit sehr viel Freude auf die 53 Jahre zurück, die er die Theatergemeinde Much geleitet hat. "Es war eine sehr schöne Zeit", so Josef Knipp. Er wird auch in Zukunft weiter als Mitglied der Theatergemeinde diesem schönen Hobby nachgehen und gemeinsam mit seinen längjährigen Wegbegleitern unter der Leitung von Frau Tampier aus der Gemeinde Much zu den Veranstaltungen nach Bonn fahren.

Der Bund deutscher Theatergemeinden hat Josef Knipp den "1. deutschen Kulturtaler" in Bronze, Silber und Gold verliehen. Er ist der dienstälteste Gruppenleiter der Theatergemeinde Bonn und wurde dafür vor kurzem auch besonders geehrt und verabschiedet.

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