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Ehrenamt des Monats 2003
Dezember 2003:
Freiwillige Feuerwehr Much

November 2003:
Helene Vogel (22 Jahre im Dienste der Umwelt)

Oktober 2003:
Heinz Maus und Stefan Willms (Organisation Mucher Kirmes)

September 2003:
Gert Horstkemper (40 Jahre Malteser-Hilfs-Dienst)




Dezember 2003:
Freiwillige Feuerwehr Much


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In unserer Gemeinde gibt es viele Menschen, die sich für die Allgemeinheit engagieren und so einen wertvollen Beitrag leisten. Eine herausragende Arbeit für die Gemeinschaft leistet die Freiwillige Feuerwehr Much.

Freiwillige Feuerwehr Much
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Freiwillige Feuerwehr Much
Die Wehr gehört zu den bewährten und ältesten Feuerwehren im Rhein-Sieg-Kreis. Seit 1882 ist die Freiwillige Feuerwehr Much für die Gemeinschaft ehrenamtlich und uneigennützig im Einsatz.

Seit jeher war für die Menschen, in bewohnten Gebieten, die größte Gefahr durch das Feuer zu sehen. In Much wurde der Feuerschutzgedanke erstmalig im Jahre 1846 durch das "Feuerschutzregelement" festgehalten. Jedoch nützt die beste Anordnung nichts, wenn niemand für die Durchführung derselben vorhanden ist.

Daraus ergab sich auch in Much die Notwendigkeit, dass an jenem denkwürdigen 23. November 1882 nach Aufruf durch den damaligen Bürgermeister Komp 49 Männer, alle aus dem Ort Much, zusammenfanden und eine freiwillige Feuerwehr gründeten. Dieser Wille und die Bereitschaft wurden durch Unterschrift bekundet.

Wie viele Ausbildungs-, Übungs- und Einsatzstunden mögen diese Kameraden und Kameradinnen in den vergangenen 121 Jahren wohl geleistet haben?

Die Feuerwehr steht für ständige Bereitschaft zum Einsatz bei Notlagen aber auch für ständiges Üben und Hinzulernen, für Weiterentwicklung und Verbesserung, um im Ernstfall gerüstet zu sein.

Unter dem Motto "Gott zu Ehre, dem Nächsten zur Wehr" haben sich zurzeit 102 Kameradinnen und Kameraden unter der Leitung von Karl-Heinz Ludwig in der Freiwilligen Feuerwehr in Much zusammengefunden. Dabei stellt die aktive Wehr 61, die Jugendfeuerwehr 17 und die Altersabteilung 24 Mitglieder. Gemeindebrandinspektor Karl-Heinz Ludwig leitet seit dem 01.11.1989 die Freiwillige Feuerwehr.

Besonders zu verzeichnen ist, dass der Feuerwehrdienst bei der jungen Generation wachsenden Zuspruch findet. Dies macht auf eindrucksvolle Weise deutlich, wie groß die Bereitschaft in Much ist, für das Hab und Gut der Mitmenschen und letztlich für den Bestand der Gemeinde Much aktiv einzustehen.

Der Fuhrpark der Feuerwehr besteht zurzeit aus insgesamt 8 Fahrzeugen (Einsatzleitwagen, Mannschaftswagen, Tanklöschfahrzeug, Löschgruppenfahrzeug, Rüstwagen, Gerätewagen, Schlauchwagen, LKW klein) und 2 Anhängern.

Im vergangenen Jahr war die Freiwillige Feuerwehr Much 97-mal im Einsatz, davon allein 60-mal im Rahmen eines technischen Einsatzes im Rahmen der Hilfeleistung für Menschen und Tiere sowie bei Sturm- und Wasserschäden. Fünf Personen konnten nach Verkehrsunfällen aus ihrem Fahrzeug befreit und eine Person nur noch tot geborgen werden. Die Brandbekämpfung macht mit 25 nur noch knapp ein Viertel aller Einsätze aus.

Der Wehrleiter betont, dass die Freiwillige Feuerwehr Much -als eine sehr wichtige kommunale Einrichtung- auch weiterhin ihre hoheitlichen Aufgaben im Brand- und Katastrophenschutz so wahrnehmen wird, wie sie es in der Vergangenheit immer getan und ständig bewiesen hat.

Eine zusätzliche sehr beeindruckende Leistung erbrachte die Feuerwehr, indem sie 2001 in Eigenleistung das Feuerwehrhaus erweitert hat. Neben 2 Einstellplätzen wurden ein Besprechungs- und ein Lagerraum für Bindemittel angebaut. Unter der Bauleitung von Stefan Söntgerath und Matthias Weißenberg arbeiteten viel Kameradinnen und Kameraden in der Woche und am Wochenende mit und opferten ihre Freizeit, um dies ehrenamtlich zu schaffen.

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November 2003:
Helene Vogel (22 Jahre im Dienste der Umwelt)


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Helene Vogel ist 40 Jahre mit ihrem Ehemann verheiratet, hat 2 erwachsene Söhne, einen Hund und eine Katze.

Also eigentlich eine ganz normale Frau, werden sicherlich viele denken. Doch weit gefehlt, Menschen wie Helene Vogel findet man nicht alltäglich.

Frau Vogel wohnt mit ihrer Familie seit 22 Jahren in dem zweitgrößten Ort der Gemeinde Much.
Helene Vogel mit ihrem Hund Trixi
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Helene Vogel mit ihrem Hund Trixi

Von Anfang an ist sie sehr bedacht um die Sauberkeit in Marienfeld und Umgebung. Sie kann es nicht verstehen, dass so viele Menschen ihren Müll wegschmeißen.

Ihr kribbelt es in den Händen, wenn sie überall den Müll liegen sieht. Ihr Umweltbewusstsein ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich.

Früher war sie jeden Tag in Marienfeld und Umgebung unterwegs. Sie sammelt Müll in Neßhoven, Berzbach, Wersch und Vogelsangen. "Bewaffnet" mit Müllsäcken und Mülltüten hält sie Ausschau nach Weggeworfenem.

Frau Vogel hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Natur aufzuräumen und der Umwelt etwas Gutes zu tun. Bereits seit 22 Jahren führt sie Müllsammelaktionen durch. Früher war sie täglich unterwegs. Heute sammelt sie immer noch 2 Tage die Woche in Begleitung ihres Hundes Trixi.

Mit Erfolg: die Liste ihrer Sammelaktionen ist unerschöpflich. Zigarettenstummel, leere Dosen, Papier, aber auch alte Reifen und Flaschen gehören zu ihrer "Beute". Vor kurzem fand sie in einem Waldstück ein totes Wildschwein, bei dem nur noch der Kopf und das Fell vorhanden waren.

In den letzten Jahren hat sie so manches erlebt: neben einem Kühlschrank und Fernseher, fand sie auch gut erhaltene Kleidung, Schuhe und Wolldecken. Diese Dinge brachte sie an die Kleidercontainer, um Notleidenden Familien zu helfen.

Was die Leute so alles wegwerfen, darüber wundert sie sich schon. "Wenn man die Aktion "Sauberes Much" öfters durchführen würde, dann wäre wieder alles sauber", stellt sie fest.

In ihren Augen muss die Natur und die Umwelt viel mehr als bisher erhalten und geschützt werden. Daher möchte sie auch viele Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Much für künftige Müllsammelaktionen gewinnen. Besser noch die Menschen zu mehr Umweltbewusstsein sensibilisieren, denn dann brauchen die Aktionen "Sauberes Much" gar nicht mehr durchgeführt werden. An dem einen Tag kann gar nicht alles gesammelt werden, vieles bleibt liegen, da einfach die Zeit fehlt, die gesamte Gemeinde Much zu säubern.

Man merkt ihr an, dass sie eine sehr verantwor-tungsvolle und ehrenamtlich engagierte Frau ist, die trotz zahlreich geäußerter Häme von ihren Grundsätzen nicht abweicht. Sie setzt sich zum Wohle der Umwelt ein. Dieses Engagement war für die Dorfgemeinschaft Berzbach Anlass, sie für das Ehrenamt vorzuschlagen.

"Ich würde lieber immer noch jeden Tag Müll sammeln gehen, aber leider lässt es meine Gesundheit nicht mehr zu", äußert sie mit trauriger Stimme. Vor 4 Jahren ist sie abends bei ihrem Spaziergang über einen Stein gestolpert und hat sich ihren Arm gesplittert, so dass sie gesundheitlich nicht mehr in der Lage ist, schwere Tüten oder Gegenstände zu tragen.

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Oktober 2003:
Heinz Maus und Stefan Willms (Organisation Mucher Kirmes)


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In unserer Gemeinde gibt es viele Menschen, die sich für die Allgemeinheit, für andere, engagieren und so einen wertvollen Beitrag leisten. Wir treffen sie in den unterschiedlichsten Bereichen und mit den verschiedensten Aktivitäten.

Heute stellen wir zwei Männer aus unserer Gemeinde vor, die sich schon viele Jahre mit großem Engagement für die Mucher Kirmes im AMK (Arbeitskreis Mucher Kirmes) einsetzen. Im AMK schlossen sich 1983 4 Vereine (Feuerwehr, Schützen, Bläsercorps, Kirchenchor) auf eine Initiative von Alfred Haas zusammen, um der dahinsiechenden Mucher Kirmes neue Impulse zu geben.
Stefan Willms und Heinz Maus
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Stefan Willms und Heinz Maus

Stefan Willms (links) und Heinz Maus (rechts) haben in den letzten Jahren mit dem AMK viel bewegt.

Viele Stunden, Tage, Wochen und Monate sind sie, der Vorstand und die Vereinsmitglieder im Einsatz, damit dieses große Volksfest erfolgreich wird. Und die Mucher Kirmes ist schon viele Jahre ein Erfolg und weit über die Gemeindegrenzen ein Begriff. In diesem Jahr feierte der AMK sein 20-Jähriges Bestehen.

Ein gutes Programm ist zwar schon die halbe Miete, aber das Wetter und viele andere Faktoren spielen natürlich eine große Rolle - und tragen entscheidend zum Erfolg oder Misserfolg der Veranstaltung bei. Mit dem Rheinischen Abend (Kirmessamstag), der von Heinz Maus 2001 erstmalig ins Leben gerufen wurde, hat sich ein erfolgreiches Element in dem 4-tägigen Volksfest etabliert. Der Jugendwettbewerb für Rock- und Popbands, vor 3 Jahren von ihm erstmalig orga-nisiert und etabliert, wurde ein selbstständiger und erfolgreicher Bestandteil der Kirmes. Henry Maske übernahm die Patenschaft und ist immer noch der Pate des Jugendwettbewerbs. Aber aus dem Jugendwettbewerb wurde inzwischen ein eigenständiger, neuer Verein, der sich "Rockforum Muchstock" nennt und heute zu einem weithin bekannten Faktor in der Jugendförderung in der Musikszene wurde.

Zwei Segmente, die u.a. dazu beigetragen haben, dass sich das Volksfest in Much noch attraktiver und abwechslungsreicher entwickelte. In diesem Jahr ist noch ein weiterer, bunter Mosaikstein, nämlich die Volksmusik am Kirmes-Sonntag hinzugekommen.

Die Resonanz zeigte und zeigt, dass der AMK (Arbeitskreis Mucher Kirmes) mit diesen Neuerungen auf einem guten Weg ist. Aber der Erfolg muss jedes Jahr wieder neu erarbeitet werden.

Dies alles fällt natürlich nicht vom Himmel. Dafür muss richtig hart gearbeitet werden. Viele Menschen tragen letztlich zum Erfolg bei. Jedes Jahr sind an 4 Tagen über 190 Vereinsmitglieder mehr als 1000 Stunden im Einsatz.

"Zum Erfolg gehören viele", betonen Stefan Willms und Heinz Maus übereinstimmend. "Was wären wir ohne eine funktionierende und engagierte Mannschaft". "Deshalb möchten wir einen herzlichen Dank an die Frauen und Männer der Vereine weitergeben"! "Insbesondere auch an den Vorstand im Arbeitskreis und dem Vorgänger von Stefan Willms als 1. Vorsitzender, Josef Schlimbach (elektrischer Jupp) genannt".

Zum Schluss betonen die beiden, dass es wichtig ist, sich für andere zu interessieren und zu engagieren, um zu helfen, ihnen eine Freude zu machen, und um das Gemeinwohl zu fördern. Die Kirmes 2003 ist bald 4 Monate Vergangenheit und nun wieder Zukunft, denn das Programm für 2004, von 25.-28. Juni, ist gerade fertig geworden und verspricht wieder erstklassige Unterhaltung.

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September 2003:
Gert Horstkemper (40 Jahre Malteser-Hilfs-Dienst)


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Gert Horstkemper
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Gert Horstkemper
Gert Horstkemper ist seit 50 Jahren mit seiner Frau Liesel verheiratet. Die beiden haben eine erwachsene Tochter und wohnen in Wersch.
Alles begann am 12. Juni 1963, als Gert Horstkemper dem Malteser-Hilfs-Dienst beitrat. Ein Jahr danach wurde er bereits Zugführer und 5 Wochen später Ortsbeauftragter des Malteser-Hilfs-Dienstes Much-Neunkirchen. 1971 wurde er stellvertretender Bereitschaftsführer der 52. LS-RWL Sanitätstruppe, die mittlerweile in die SEG-San (Sanitätseinsatzgruppe Sanitätsdienst) übergegangen ist.
1969 bekam er für seine besonderen Verdienste die Malteser- und Verdienstplakette in Bronze, 1973 in Silber und 1979 in Gold. Im Jahre 1986 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Er kümmert sich heute neben der Organisation der 12 Blutspendetermine pro Jahr auch um die Leitung und Ausbildung der Sanitätseinsatzgruppe (SEG-San).
Gert Horstkemper hebt immer wieder die Bedeutung der ehrenamtlichen Blutspende hervor: "Blutspender sind Lebensretter. Ich freue mich, dass in Much und Neunkirchen die Zahl der ehrenamtlichen Spender nach wie vor konstant hoch ist. In Much kommen pro Blutspendetermin 240-260 Personen und in Neunkirchen 120-130 Personen. Die Blutkonserven werden in die Blutbank nach Düsseldorf gebracht."
Die konstant hohe Zahl der Blutspender in Much und Neunkirchen ist u.a auf die vorbildliche und freundliche Betreuung zurückzuführen, an der seine Frau Liesel auch einen großen Anteil trägt. Viele Blutspender kommen regelmäßig aus anderen Orten und Gemeinden, weil sie ihnen die Treue halten.
Die Sanitätseinsatzgruppe besteht zurzeit aus 28 aktiven und 60 inaktiven Helfern. Ihnen stehen 2 Krankentransportwagen sowie 1 Arzttruppwagen zur Verfügung. Die Fahrzeuge müssen jeden Monat bewegt werden, um für den Notfall einsatzbereit zu sein. Dies können Flutkatastro-phen, Zugentgleisungen oder Staus auf der Autobahn sein. Im letzten Winter war Gert Horstkemper mit seiner Truppe auf der Autobahn im Einsatz. Sie verpflegten die Autoinsassen mit Decken und warmen Getränken.
Die Sanitätseinsatzgruppe übt diese Einsätze jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und der Johanniter-Unfall-Hilfe, um entsprechend vorbereitet zu sein.
Darüber hinaus leitete er Erste-Hilfe-Kurse, um Teilnehmer auf den "Ernstfall" vorzubereiten. Unfälle passieren jeden Tag. Es gibt zwar die gesetzliche Pflicht, Erste Hilfe zu leisten, doch wenn es darauf ankommt, kann sich kaum jemand an die Grundlagen wie z.B. stabile Seitenlage erinnern. Die Malteser leisten die Betreuung und den Sanitätsdienst in der Gemeinde Much bei vielen Veranstaltungen und Festen (Sportveranstaltungen, Discos, Theatervorführungen).
Gert Horstkemper blickt stolz auf die 40 Jahre ehrenamtliches Engagement zurück, in dem er viele schöne Stunden erlebt hat. Die Zusammenarbeit mit anderen macht ihm sehr viel Spaß. Er betonte immer wieder, dass er seine Arbeit gerne macht und er es noch mal genauso machen würde.
Das Engagement im Malteser-Hilfs-Dienst beansprucht einen großen Teil der Freizeit. Man merkt ihm an, dass er sich gerne für andere einsetzt. Gert Horstkemper betonte, dass die Arbeit nur durch die Unterstützung seiner vielen engagierten, ehrenamtlichen Mitstreiter zu leisten ist.

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