Logo
Ehrenamt des Monats 2006
Dezember 2006
20 Jahre Stricken für einen guten Zweck: Strickclub Kreuzkapelle

November 2006
34 Jahre geführte Wanderungen in der Gemeinde Much und Umgebung

Oktober 2006
18 Jahre Schiedsmann: Josef Steinbach

September 2006
55 Jahre Johanniter-Unfall-Hilfe Much: 30 Jahre Johanniter Ortsverband und 25-jähriges Dienstjubiläum Andreas Weber

August 2006
Pflege und Unterhaltung der Kapelle in Hevinghausen: Kapellengemeinschaft Hevinghausen

Juli 2006
Pflege der Germanakapelle bei Wersch: Bürgerinnen und Bürger aus Wersch und vom Bernsaulerberg

Juni 2006
1. Mucher Heufresser-Wettkämpfe: 150 ehrenamtliche Helfer im Einsatz

Mai 2006
Verkehrsverein Much e.V.

April 2006
Familien Trömpert und Dornseifer (Pflege Heiligenhäuschen in Niedermiebach)

März 2006
Gemeinnütziger Verein zur Förderung der Caritas-Pflegestation

Februar 2006
Gerhard Baasen (Hilfstransporte nach Rumänien und Litauen)

Januar 2006
Eckhard Müller (34 Jahre Redakteur des Pfarrbriefes)




Dezember 2006
20 Jahre Stricken für einen guten Zweck: Strickclub Kreuzkapelle


(v.l. Hedi Wilbrand, Anneliese Sommerhäuser, Elisabeth Müller, Marlene Krawinkel, Liesel Hessling, Elisabeth Steinsträßer und Maria Schwarz; es fehlt: Maria Bonrath)
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.(v.l. Hedi Wilbrand, Anneliese Sommerhäuser, Elisabeth Müller, Marlene Krawinkel, Liesel Hessling, Elisabeth Steinsträßer und Maria Schwarz; es fehlt: Maria Bonrath)
Es war im Jahre 1986, als durch die Idee von Frau Käthe Breuer, der Haushälterin des damaligen Pastor Wolfgang Donath, es zur Gründung eines Strickclubs kam. Nach einer "Mund-zu-Mund-Propaganda!" hatten sich 15 Frauen aus der Pfarrgemeinde gefunden, die einmal wöchentlich im Pfarrhaus in Kreuzkapelle zusammen kamen und dort einige Stunden mit Stricken verbrachten.

Heute nach 20 Jahren treffen sich immer noch 8 Frauen regelmäßig alle 2 Wochen im Pfarrhaus. Unter der Leitung von Maria Schwarz aus Oberhausen, die nun schon viele Jahre die Verantwortung und die Organisation des Strickclubs innehat, stricken noch Maria Bonrath, Liesel Hessling, Marlene Krahwinkel, Elisabeth Müller, Anneliese Sommerhäuser, Elisabeth Steinsträßer und Hedi Wilbrand mit. Lange Jahre wurden die 8 Frauen noch von Elli Hilmerich, Maria Schönenbrücher, Maria Gerhards und Maria Schönenbrücher unterstützt, die heute aber leider krankheitsbedingt nicht mehr an den regelmäßigen Treffen teilnehmen können.

Alle 2 Wochen treffen sich die rüstigen Damen, um gemeinsam für einen guten Zweck zu stricken. Neben dem Stricken steht das gesellige Miteinander sehr im Vordergrund. In den gemeinsamen Stunden wird viel gelacht. Für das leibliche Wohl ist immer bestens ge-sorgt: Kaffee, Kuchen oder belegte Brötchen. "Ein kleines Schnäpschen darf in unserer geselligen Runde auch nicht fehlen", so Maria Schwarz, die mit großer Begeisterung von den 20 Jahren des Strickclubs Kreuzkapelle erzählt.

Viele "Verzällchen" und Anekdoten machen beim Strickclub die Runde. Alle freuen sich, wenn es wieder heißt: "Heute Nachmittag wird gestrickt". Für die eine oder andere sind diese Nachmittage eine willkommene Abwechslung. Man trifft sich in froher Runde und hat sich so manches zu erzählen.

Maria Schwarz betont aber auch, dass sich die Frauen über entsprechende Spenden, sei es in Form von Wolle, Knöpfen oder aber auch einen Geldbetrag sehr freuen würden. "Wir zahlen fast alles aus der eigenen Tasche, aber uns hilft es auch nicht weiter, wenn wir nur Restwolle bekommen. Damit können wir nichts anfangen", führt Maria Schwarz weiter aus.

Der Mittwochnachmittag ist seit 20 Jahren zu einer beliebten Einrichtung geworden. Mit viel Freude, Begeisterung und Einsatzbereitschaft arbeitet der Strickclub gemeinsam für einen guten Zweck. Immer wieder hört man von Leid und Not in anderen Ländern. Man las vom Elend in den Flüchtlings-Zentren. Es kamen Berichte über das Fehlen von warmen Kleidern und Decken aus den Lagern der Heimatvertriebenen.

So gab es für die Frauen Ansporn genug, mit ihren bescheidenen Mitteln zu helfen. Viele Kilometer Wollgarn verwandeln sich an den Nachmittagen zu warmen Decken, Pullovern und Jacken. Besonders für Kinder wurde manch warmes Stück gestrickt, gehäkelt und zusammen genäht. Nachfolgend eine kurze Zusammenstellung der gespendeten Sachen, die in der Zeit von 1995 bis heute zweimal im Jahr nach Sankt Augustin, Schönstatt, Rumänien oder Litauen gefahren wurden:

  • 790 Jacken und Pullover

  • 349 Decken

  • 56 Mützen

  • sowie ca. 80 weitere Artikel, wie z.B. Schals, Socken, Kniestrümpfe, Handschuhe und Schuhe


Eine enorme Leistung, die der Strickclub Kreuzkapelle nun schon seit Jahren ehrenamtlich erbringt.

Viele schöne Stunden haben die Frauen schon miteinander verbracht und manche ist sehr traurig, wenn es einmal heißt: "Heute muss das Stricken ausfallen" - aus welchen Gründen auch immer. Die Frauen treffen sich gerne, aber es wird auch fleißig gearbeitet. Dafür sorgt Maria Schwarz, die nach dem Weggang von Käthe Breuer, das Regiment beim Strickclub übernommen hat. Wenn Maria Schwarz sieht, dass herumgetrödelt wird, dann werden die Frauen schon mal aus-geschimpft. Was sie überhaupt nicht leiden kann, ist wenn einer an den Nachmittagen für private Zwecke strickt. "Das kann jeder zu Hause machen. Der Mittwoch ist zum Stricken für arme Kinder gedacht", betont Maria Schwarz.

In dem Strickclub steckt kein Zwang und alles verläuft in harmonischer Eintracht. Neben der gemeinsamen Arbeit haben die Frauen schon manchen Ausflug miteinander unternommen. So wurden schon einige Male ein paar schöne Tage in Schönstatt verlebt.

Selbstverständlich werden auch die Geburtstage, besonders die mit einer "Null" am Ende gebührend gefeiert. So können die Frauen in den 20 Jahren ihres Bestehens auf viele schöne Erlebnisse und Ereignisse zurückblicken und dürfen stolz auf das sein, was sie in den Jahren geleistet haben. Das 20-jährige wurde mit einem gemütlichen Abend im Restaurant "Herrenteich" in Kreuzkapelle gefeiert.

Die Frauen hoffen, dass der Strickclub noch viele Jahre bestehen bleibt und auch weiterhin einen wichtigen Bestandteil der Pfarrgemeinde darstellt.




November 2006
34 Jahre geführte Wanderungen in der Gemeinde Much und Umgebung: Wanderführer Franz Otzipka und Josef Krieger


Begonnen hat alles vor nunmehr 34 Jahren. Der Vorstand des Verkehrsvereins hatte beschlossen, einen Wandertag einzuführen. Zu den Aufgaben des Verkehrsvereins Much gehören laut Satzung auch "die Pflege der Heimatliebe und Heimatkunde" sowie "die Erschließung der heimatlichen Schönheiten".

Beim Start zur November-Wanderung: Mehr als 40 rüstige Wanderer geführt von Franz Otzipka (2. von rechts) und Josef Krieger (Mitte, stehend).
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Beim Start zur November-Wanderung: Mehr als 40 rüstige Wanderer geführt von Franz Otzipka (2. von rechts) und Josef Krieger (Mitte, stehend).
Franz Otzipka, Gründungsmitglied und seit 38 Jahren Vorstandsmitglied im Verkehrsverein Much, war beim privaten Wandern oder Joggen immer wieder sehr beeindruckt und begeistert von den sich jahreszeitlich stets sehr unterschiedlich und vielfältig darbietenden Landschaftsbildern unserer Heimatgemeinde. Das Ge-meindegebiet war auch früher schon "Bergisch schön!". Was lag also näher, als diese Schönheiten auch möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Much und Gästen von außerhalb näher zu bringen?

Nach Rücksprache mit dem Vorstand des Verkehrsvereins Much war es dann im April 1972 soweit. Es wurde zu einem monatlichen Wandertag aufgerufen. Die Einladung erging an alle und damit auch Berufstätige daran teilnehmen konnten, wurde der Tag der 1. Wanderung auf Samstag, den 15. April 1972 angesetzt. Die Resonanz war beeindruckend; nachstehend ein Auszug aus einem Presseartikel vom 21.04.1972:

"Beim ersten Wandertag des Verkehrsvereins Much wurden die Erwartungen meist übertroffen. Trotz Hagelschauern und Nieselregen hatten sich 48 Wanderer der verschiedensten Altersgruppen eingefunden. Auch Gemeindedirektor Heinz Willi Hautkappe wanderte mit. Die vom Wanderführer ausgesuchte Strecke war 13 km lang und führte über Gerlinghausen, Esinghausen, O-berdorf und Wellerscheid nach Much zurück. In der Gaststätte Heß in Wellerscheid wurde eine längere Ruhepause eingelegt. Zur Überraschung gab es heiße Würstchen und den Mucher "Eröffnungs-Wanderorden"."

So also fing alles an und es sei noch erwähnt, dass es damals noch keine Mucher Wanderkarte gab: die erste kam erst zwei Jahre später heraus. Inzwischen sind 34 Jahre ins Land gezogen. In dieser langen Zeit gab es sehr viele geführte Wanderungen und gelegentlich auch gewisse Änderungen. So wurde auch nicht nur in der Gemeinde Much, sondern auch in den Nachbarregionen und noch weiter außerhalb, z.B. im Siebengebirge gewandert. Bei den Wanderungen gab es auch lange tatkräftige Unterstützung durch die Verkehrsvereins-Mitglieder Heinz Harling und Franz Klomp.

Aus der Wandergruppe des Verkehrsvereins entstand im Mai 1997 die Wandergruppe der Senioren, die regelmäßig einmal im Monat, jeden ersten Mittwoch im Monat in der Sommerzeit ab 15.00 Uhr und in der Winterzeit ab 14.00 Uhr wandert. Die Wanderungen dauern in der Regel 2,5 Stunden und werden mit einer gemütlichen Einkehr abgeschlossen. Zum Jahresende gibt es auch noch eine besinnliche Adventsfeier, bei der die Wandergruppe auch stets Bürgermeister Alfred Haas oder eine/n Vertreter/in als Gäste begrüßen kann. Sofern es ihr Terminkalender zulässt, wandern sie auch selber mit.

In den ersten beiden Jahren wurden die Wanderungen von Franz Otzipka und Johannes Jüstel organisiert und durchgeführt. Eine zusätzliche Bereicherung erfuhr die "Bewegung", als im Jahr 1999 Josef Krieger aus Strünkerhof zusätzlich als ehrenamtlicher Wanderführer gewonnen werden konnte. Seine guten Ideen und genauen Ortskenntnisse im Raum Overath-Marialinden und Engelskirchen sorgen auch immer wieder für angenehme Überraschungen. Inzwischen ist eine konstante Beteiligung von jeweils etwa 25 bis 35 Personen festzustellen.

Erfreulich ist auch die Tatsache, dass inzwischen aus der Gruppe heraus von einzelnen Teilnehmern Wandervorschläge gemacht und die Touren organisiert und geführt werden. Dankbar wird auch der Einsatz und die Pressearbeit der Seniorenbeauftragten der Gemeinde Much, Frau Marianne Tillmann, angenommen.

Im Laufe der Jahre kann zwar manche/r Wanderfreund/in aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dabei sein, dafür kommen aber auch immer wieder neue Aktive hinzu.

"Wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer / jede neue Teilnehmerin. Gerne können auch jüngere Bürgerinnen und Bürger an unseren Wanderungen teilnehmen. Die Wandergruppe ist nicht nur für Senioren gedacht", so Franz Otzipka, der die Wandergruppe nun schon seit 34 Jahren als ehrenamtlicher Wanderführer begleitet.
Gerne denkt er in diesem Zusammenhang an die erste Wanderung 1972 als der jüngste Teilnehmer fünf Jahre und der älteste immerhin 77 Jahre alt war. Dieses fröhliche und gesellige Miteinander von Jung und Alt wünschen sich die ehrenamtlichen Wanderführer, Franz Otzipka und Josef Krieger, auch in der heutigen Zeit.




Oktober 2006
18 Jahre Schiedsmann: Josef Steinbach


Josef Steinbach
Josef Steinbach
Josef Steinbach ist Schiedsmann. Viele fragen sich vielleicht: Was macht eigentlich eine Schiedsfrau oder ein Schiedsmann? So etwas Ähnliches wie ein Richter? Nein!

Eine Schiedsperson hat die Aufgabe, zwischen zwei Streitparteien zu schlichten und gemeinsam eine Lösung für das vorhandene Problem zu finden. In vielen Fällen ist das Schiedsamt obligatorisch vorgeschaltet, um die Gerichte zu entlasten. Es bestehen derzeit neue Bestrebungen, das Aufgabenspektrum der Schiedspersonen zu erweitern.

Wie kam er eigentlich dazu, ein Ehrenamt zu übernehmen? Eigentlich hatte er damals mit Familie, Beruf und der Tätigkeit im Gemeinderat schon genug zu tun. Im Herbst 1988 stand die Wahl des Schiedsmanns an. Josef Steinbach wurde von Bürgermeister Fritz Wilhelm vorgeschlagen, vom Rat der Gemeinde Much zum Schiedsmann gewählt und am 13.12.1988 vom Direktor des Amtsgerichts Siegburg als Schiedsmann vereidigt.

Er wurde sozusagen "ins kalte Wasser geworfen", denn eine spezielle Ausbildung zur Schiedsperson gibt es nicht. In einem Einführungslehrgang und Fortbildungsseminaren zu den Bereichen Strafrecht, Zivilrecht und Nachbarschaftsrecht wird den Schiedspersonen das notwendige Fachwissen vermittelt. Mit viel Fingerspitzengefühl, Lebenserfahrung und natürlich auch mit viel Zeitaufwand führt er sein interessantes Ehrenamt aus.

Das Verfahren beim Schiedsmann ist unbürokratisch und zudem erheblich billiger als ein Gerichtsverfahren. Die Gerichte wären hoffnungslos überfordert, wenn sie sich mit jedem Streitfall des täglichen Lebens befassen müssten. Insbesondere nach dem Inkrafttreten des Gütestellen- und Schlichtungsgesetzes am 01.10.2000 hat das Schiedsamt in seiner Bedeutung hinzugewonnnen.

Bei bestimmten Privatklagedelikten und auch bei manchen Zivilverfahren ist das Schiedsamt dem Gerichtsverfahren zwingend vorgeschaltet. Das bedeutet, dass bei Beleidigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Bedrohung und Verletzung des Briefgeheimnisses, in Zivilsachen bis zu einem Streitwert von max. 800 Euro sowie in den meisten nachbarschaftsrechtlichen Streitigkeiten ein Schlichtungsversuch vor dem Schiedsamt unternommen werden muss.

Die Vermittlung erfolgt üblicherweise durch die Polizei oder das gemeindliche Ordnungsamt.

Zunächst nimmt der oder die "Antragsteller/in" Kontakt mit dem Schiedsmann auf und trägt seinen Anspruch vor. Dieser informiert die Gegenpartei. Zur Schlichtungsverhandlung in Strafsachen besteht für beide Parteien Erscheinungspflicht, in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten ist die Vertretung durch eine bevollmächtigte Person möglich.

Das Schlichtungsverfahren dauert von der Antragstellung bis zur Schlichtungsverhandlung 2 Wochen. Jede Partei kann zur Schlichtungsverhandlung einen Beistand (Verwandter, Bekannter oder Rechtsanwalt) mitbringen. Die Kosten sind mit rund 40 Euro gering. Der Schiedsmann erhält nur einen Betrag, der seine Auslagen deckt. Josef Steinbach setzt auf Kostenteilung durch die beiden Parteien, damit das Prinzip des Vergleichs auch beim Geld sichtbar wird.

Reden lassen und Zuhören ist eine von seinen Strategien. Da wird alles aus der Mottenkiste rausgeholt, was sich an Frust über die Jahre angesammelt hat. Wenn erst mal der Dampf abgelassen ist, wächst die Chance einer Einigung.

Das Ziel eines Schlichtungsverfahrens ist die Einigung: ein abgeschlossener Vergleich, eine abgeschlossene Einigung.
Der Vergleich wird protokolliert, durch die Unterschrift der beiden Parteien und des Schiedsmanns wird das Protokoll rechtskräftig und hat Urteilskraft. Bei erfolgreichen Schlichtungsfällen ist ein anschließender Privatklageweg in dieser Sache ausgeschlossen. Sollte es zu keiner Einigung kommen, stellt der Schiedsmann eine Bescheinigung über die gescheiterte Verhandlung aus. Danach kann Klage erhoben werden.

Grundsätzlich kann sich jeder an eine Schiedsperson wenden. "Ich muss jeden Fall annehmen, wenn der Antragsgegner in meinem Zuständigkeitsbereich, also der Gemeinde Much, wohnt und keine Aus-schlusskriterien wie Familienrecht, Jugendstrafrecht, Straßenverkehrsrecht, etc. erfüllt sind", sagt der Schiedsmann.

Die ehrenamtliche Tätigkeit des Schiedsmanns ist saisonal bedingt: im März geht es los mit den Nachbarschaftsstreitigkeiten an der Grundstücksgrenze, am 1. Mai oder in Zeiten von Kirmes oder anderen Festen hat er mehr mit Körperverletzungen zu tun.
Seine Verhandlungen führt Josef Steinbach nach der Maxime: "Schlichten statt richten".

Josef Steinbach ist 53 Jahre alt, ist seit 30 Jahren verheiratet, hat 2 erwachsene Kinder, wohnt im schönen Tillinghausen und arbeitet in leitender Posi-tion in der Aggertalklinik in Engelskirchen.

Eine weitere ehrenamtliche Tätigkeit übt Josef Steinbach in der katholischen Kirchengemeinde St. Martinus Much als Mitglied des Kirchenvorstands und als Kommunionhelfer aus. Sein Hobby ist die Imkerei.




September 2006
55 Jahre Johanniter-Unfall-Hilfe Much: 30 Jahre Johanniter Ortsverband und 25-jähriges Dienstjubiläum Andreas Weber


Gruppenbild der Aktiven des Ortsverbandes, ganz links der Ortsbeauftragte Andreas Weber (Foto: Marco Schauff, JUH)
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Gruppenbild der Aktiven des Ortsverbandes, ganz links der Ortsbeauftragte Andreas Weber (Foto: Marco Schauff, JUH)
Gleich zwei Jubiläen hatten die Mucher Johanniter dieses Jahr zu feiern. Ihr 30-jähriges Bestehen, und das 25-jährige Dienstjubiläum Ihres Ortsbeauftragten Andreas Weber.

Es begann alles im Juli 1975 nach einem Erste-Hilfe-Kurs der JUH-Köln in Much. Nach dieser Schulung beschlossen die Teilnehmer in Much als Johanniter aktiv zu werden. Den Aufbau übernahm die JUH-Köln, so dass am 20. Februar 1976 mit 15 Helferinnen und Helfern sowie 25 Jugendlichen der Ortsverband Much gegründet werden konnte.

Nach Jörg-Peter Thormann und Norbert Lohmann übernahm im Jahre 1981 Andreas Weber als Orts-beauftragter die Führung der JUH in Much. Als Stell-vertreter steht ihm seither Ulrich Küpper zur Seite.
Die Starthilfe leistete die evangelische Kirchengemeinde, wo der junge Ortsverband auch zunächst seine Unterkunft hatte. Später konnte er dank der Unterstützung der Gemeinde Much in sein jetziges Domizil in die Schulstr. 1 überwechseln, und eine eigene Unterkunft nach "Johanniter-Stil" einrichten.

Die Helferinnen und Helfer der JUH sind heutzutage nicht mehr wegzudenken. Sei es bei einer ihrer zahlreichen sanitätsdienstlichen Betreuungen bei Sportveranstaltungen und Festen, dem Sanitätsdienst im Freibad Much, der Betreuung der Werl-Wallfahrt dieses Jahr auch zum 25. mal, der Ausbildung der Bevölkerung, beim Sammeln von Altkleidern, dem Verleih von Zelten und natürlich in der Helfer- und Jugendarbeit. Gerade die Jugendarbeit ist ein wichtiger Baustein des Ortsverbandes auf den immer großer Wert gelegt wurde.

In den nächsten Tagen wird eine neue Jugendgruppe gegründet, da die "alte Jugend" in die Helferschaft übernommen wurde. Interessenten können sich an Christian Habers (Tel. 610568) oder Marius Berger (Tel. 4415) wenden.

Heute besteht der Ortsverband aus 25 Helferinnen und Helfern, die sich jeden Dienstag um 20 Uhr zur Ausbildung oder Einsatzbesprechung in der Unterkunft Schulstr. 1 treffen. Wer Lust hat mit zu machen, kann gerne dienstags mal reinschnuppern.
Die Aufgaben teilen sich Daniel Redmer (Einsatzplanung/Leitung), Dietmar Jäkel (Ausbildung), Tanja Michaeli und Daniel Kraus (Material), Marius Berger (Öffentlichkeitsarbeit) und Christian Habers (Jugendarbeit).

Das dreißigjährige Bestehen feierte der Ortsverband im August dieses Jahres mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Evangelischen Kirche und anschließendem Festakt, an dem mehr als 100 Gäste aus Wirtschaft und Politik, dem Mucher Vereinsleben und zahlreichen Johannitern des Regionalverbandes Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen sowie vielen Ehemali-gen und Freunden der JUH teilnahmen.

Auch in der Zukunft steht der Ortsverband vor neuen Herausforderungen. Die Aktivitäten werden über die Ortsgrenze hinaus gehen, es steht die Betreuung der neu errichteten "Alten-Residenz" in der Talstraße an, und ein eventueller Umzug in eine neue Unterkunft, wenn wegen Brandschutzauflagen nicht in der Schulstraße geblieben werden kann.

Trotzdem blicken die Helfer und Helferinnen optimistisch in die Zukunft, gemeinsam wollen sie noch viele weitere Jahre im Verein erleben und die kommende Zeit miteinander sinnvoll gestalten.




August 2006
Kapellengemeinschaft Hevinghausen: Pflege und Unterhaltung der Kapelle in Hevinghausen


(von links: Bernd Kühn, Anne Pecher, Edith Haas und Peter Kenfenheuer vor der Marienkapelle in Hevinghausen)
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.(von links: Bernd Kühn, Anne Pecher, Edith Haas und Peter Kenfenheuer vor der Marienkapelle in Hevinghausen)
Das Herz von Hevinghausen ist die Marienkapelle. Der 1850 geborene Peter Josef Kemmerling aus Neuenhaus schreibt in seiner Chronik, dass vor 1860 schon eine Kapelle hier stand, die damals schon dem Verfall drohte. Dass es eine Kapelle in Hevinghausen gibt, hat eine lange Tradition. Ursprünglich war es nur ein kleines Kapellchen und hatte die Form wie das im benachbarten Hohr mit einem vierseitigen Pyramidendach und einem Kreuz mit Wetterhahn auf der Spitze.

Nachdem die alte Kapelle verfallen war, wurde 1895 eine neue gebaut. Diese wurde von den Hevinghausenern und anderen Gönnern immer in einem guten Zustand gehalten. Wegen einer neuen Straßenführung musste sie 1976 abgerissen werden. Neben der Straße wurde dann aber eine neue errichtet, sie wurde 1978 eingeweiht. Die Kapelle wurde früher von der Familie Krütt, später von der Familie Haas betreut. Seit 1971 besteht ein Kapellenverein, der die Kapelle unterhält. Alois Haas schlug die Gründung eines "Kapellenvereins" vor, um Grundstück und Kapelle im Eigentum der Hofgemeinschaft zu belassen. Er berief am 15.05.1971 eine Versammlung in der Gaststätte Johann Krimmel ein. Bei der Gründungsversammlung wurden Peter Kenfenheuer als 1. Vorsitzender und Bernd Kühn als 2. Vorsitzender gewählt. Die Kapellengemeinschaft Hevinghausen feierte in diesem Jahr 35-jähriges Vereinsjubiläum sowie den 30. Jahrestag der Grundsteinlegung zur neuen Kapelle.

Um den Innenbereich der Kapelle kümmerte sich Edith Haas viele Jahre, bis sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dazu in der Lage war. Bis zum Einbau einer elektrischen Glocke läutete Edith Haas jeden Mittag die Glocke in der Kapelle. Seit 2 Jahren kümmert sich die Schriftführerin Anne Pecher um den Innenbereich der Kapelle.
Die Außenanlagen werden seit Ende der 80er Jahre in erster Linie von dem 1. Vorsitzenden Peter Kenfenheuer gepflegt: neben Rasenmähen, Hecke und Bäume schneiden, fallen hier immer wieder neue Arbeiten an. Wenn außergewöhnliche Arbeiten anstehen, helfen immer der 2. Vorsitzende, Bernd Kühn aus Siefen, sowie andere Mitglieder mit.

Bis in die 70er Jahre wurden regelmäßig Mai-, Rosenkranz- und Kreuzwegandachten in der alten Kapelle gehalten. Ab 1944 werden jährlich 2 Messen gefeiert und seit einigen Jahren auch wieder mehrmals im Jahr eine Andacht gehalten. Die Andachten werden von Martina Sommerhäuser organisiert und stehen immer unter einem besonderen Thema. Im letzten Jahr wurde eine Andacht zum Thema "Freud und Leid liegen eng beieinander!" gehalten.

Den 30. Jahrestag der Grundsteinlegung zur neuen Kapelle beging die Kapellengemeinschaft Hevinghausen e.V. am 26.08.2006. Ein Wortgottesdienst mit Gemeindereferent Clemens Rieger fand im Beisein vieler Dorfbewohner, aber auch auswärtigen Gästen sowie ehemaligen Hevinghausenern an der feierlich geschmückten Kapelle statt. Der 1. Vorsitzende konnte auch den Kirchenchor Hetzenholz sowie Bürgermeister Alfred Haas und die 1. stellvertretende Bürgermeisterin Notburga Kunert begrüßen. Im Anschluss wurde auf dem Hof der Familie Kenfenheuer bis spät in die Nacht ein Dorffest gefeiert. Zurzeit sind insgesamt 48 Familien aus Hevinghausen Mitglied im Verein, der sich auch als Hofgemeinschaft versteht. Viele Mitglieder waren auch dieses Jahr wieder auf der Mitgliederversammlung, auf der Neuwahlen des Vorstands durchgeführt wurden. Nachfolgend die aktuellen Vorstandsmitglieder:

1. Vorsitzender: Peter Kenfenheuer
2. Vorsitzender: Kai Herkenhöner
Schriftführer: Anne Pecher
Kassierer: Ulrich Kreuzer

Der neue Vorstand hat sich stark verjüngt. Der seit 35 Jahren 1. Vorsitzende des Vereins, Peter Kenfenheuer, freut sich, dass die Zukunft des Vereins und somit der Hevinghausener Kapelle gesichert ist. Peter Kenfenheuer erhielt zu seinem persönlichen 35-jährigen Jubiläum von Clemens Rieger eine Medaille mit dem Abbild der ältesten Kirchenglocke in der Pfarrkirche.

Im Namen der Kapellengemeinschaft Hevinghausen überreichte ihm Schriftführerin Anne Pecher, die seit 1979 Schriftführerin des Vereins ist, einige individuelle Geschenke, um seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Kapelle zu würdigen. Aber nicht nur die Kapelle liegt Peter Kenfenheuer am Herzen. Besonders wichtig ist ihm auch eine gut funktionierende Hofgemeinschaft in Hevinghausen. Die Kapellenfeste in Hevinghausen finden auf dem Hof der Familie Kenfenheuer statt und werden von Peter und Margret Kenfenheuer organisiert, woran sich auch viele Vereinsmitglieder beteiligen.

Die Chronik der Kapelle in Hevinghausen von 1860 bis 2001 kann bei Peter Kenfenheuer unter 02245/1871 käuflich erworben werden.




Juli 2006: Pflege der Germanakapelle bei Wersch: Bürgerinnen und Bürger aus Wersch und vom Bernsaulerberg


Die Germanakapelle gehört zu einer Vielzahl von Kapellen im Gemeindegebiet. Sie liegt am Panorama-Rundweg. Eingerichtet vom Verkehrsverein Much, führt der 9,4 km lange Panorama-Rundweg in einem Rundkurs um den historischen Ortskern. Er schließt den Großteil des Hauptortes sowie die Ortsteile Loßkittel, Reichenstein, Berghausen und Teile von Niederwahn ein.

Auf einer rund zweieinhalbstündigen Wanderung führt der Weg über die für das Bergische Land typischen Hügellandschaften, über Höhenrücken und Täler, vorbei an Siefen und durch Wälder, die die Reize der Landschaft widerspiegeln. Entlang der Wanderstrecke laden zahlreiche Bänke und fünf Schutzhütten zur Rast ein. Verschiedene Aussichtspunkte bieten einen Panoramablick auf die Landschaft des Bergischen Landes. Unmittelbar am Wanderweg oder unweit vom ihm entfernt können die "Fatima-Kapelle", die "Hohrer Kapelle" und die "Germanakapelle" besucht werden.

Bereits 1710 befand sich bei Wersch ein Heiligenhäuschen, das 1714 durch eine feste Kapelle ersetzt wurde. Pfarrer Friedrich Wilhelm Adams aus Much (1871 - 1890) führt 1887 einen Erweiterungsbau durch. Kurz zuvor (1867) war Germana heilig gesprochen worden. Sie galt als Patronin der Hirten. Da in dieser Zeit im Mucher Land viele Mädchen Vieh hüten mussten, knüpfte Pfarrer Adams an dieses Hirtinnen-Patronat an.

Germana wurde 1579 bei Toulouse geboren und starb 1601. Ihr Leben war geprägt von Armut. Von ihrer Stiefmutter schlecht behandelt, durfte sie nicht zur Schule, sonnte musste jahraus und jahrein Schafe hüten. Ihr karges Brot teilte sie noch mit einer armen alten Frau. Als man nach 43 Jahren ihren Sarg öffnete, war die Leiche unverwest.

Germanakapelle
Die Germanakapelle ist die einzige Kapelle im Erzbistum Köln, in der die hl. Germana verehrt wird. Sie liegt südwestlich von dem FIT-Hotel (Freizeit - Integration - Tagung) und ist in etwa 10 Gehminuten von Much zu erreichen.

Seit Jahren kümmern sich Bürgerinnen und Bürger aus Wersch und vom Bernsaulerberg um die Germanakapelle und halten dort Ordnung. Zahlreiche Arbeiten erledigen sie gemeinsam und sind sehr engagiert um den Erhalt der Kapelle bedacht.

Um den Innenbereich der Kapelle kümmert sich eine "gute Fee" vom Bernsaulerberg, die namentlich nicht genannt werden möchte. Neben Kerzen und Blumen aufstellen, kümmert sie sich vor allem um die Sauberkeit in der Germanakapelle. Ebenfalls sieht man Werner Ley vom Bernsaulerberg des Öfteren an der Germanakapelle, um nach dem Rechten zu gucken. Werner Ley betont aber, dass er sich aufgrund seiner engen Beziehung zu den Kapellenfreunden verstärkt um die Fatima-Kapelle kümmert. Hierüber haben wir vor einiger Zeit bereits ausführlich berichtet.

Die Außenanlagen werden von Männern aus Wersch gepflegt: neben Rasenmähen, Hecke und Bäume schneiden sowie Dachrinnen säubern, fallen hier immer wieder neue Arbeiten an. Im Mai 2006 stellten Werner Weber, Karl-Josef Knipp, Hans Legin und Alois Henn eine neue Bank auf. Die 4 fleißigen Helfer aus Wersch betonen aber auch, dass viele Jahre Wilfried Bonrath die Außenanlagen der Germanakapelle mit gepflegt hat, der leider schon verstorben ist. "Nicht nur bei diesen Arbeiten vermissen wir unseren langjährigen Wegbegleiter sehr", so Karl-Josef Knipp.

Drei Jahrzehnte war die Germanakapelle ohne Stimme. Bei Renovierungsarbeiten in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war die Glocke aus dem Dach-reiter entfernt und zur Aufbewahrung in den Keller der St. Martinuskirche gebracht worden. Dort geriet sie in Vergessenheit, bis die Erbauer der Marienkapelle in Tillinghausen sich ihrer annahmen. Rudolf Büscher, Stefan Höller und Paul Knipp, die sich mit weiteren Engagierten um die Germanakapelle kümmern, sahen sich nun veranlasst, für ein neues Geläut in "ihrer" Andachtsstätte zu sorgen. Ein Aufruf im Pfarrbrief an die Gemeindemitglieder, sich finanziell an der Beschaffung und Installierung einer neuen Glocke zu beteiligen, fiel auf fruchtbaren Boden. Seit August 2005 ist auf dem Bernsaulerberg der Klang einer 40 Kilogramm schweren Glocke zu hören. Noch wird sie von Hand betrieben, aber nun möchten die Verantwortlichen eine kleine Photovoltaikanlage auf dem Dach installieren. Dann könnte die Glocke morgens, mittags und abends automatisch erklingen.
Am ersten Wochenende nach Pfingsten findet jedes Jahr an der Germanakapelle die Dreifaltigkeitsmesse statt. Viele Bürgerinnen und Bürger aus Much, Marienfeld und Kreuzkapelle pilgern zu der Germanakapelle und feiern gemeinsam an der Kapelle eine Messe.




Juni 2006: 1. Mucher Heufresser-Wettkämpfe: 150 ehrenamtliche Helfer im Einsatz


Mücher Heufresser im Kreisverkehr
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Mücher Heufresser im Kreisverkehr
Ende 2004 begannen die Planungen für ein Groß-Event in Much. Ausgehend von Much Marketing sollte ein Seifenkistenrennen oder ähnliches stattfinden. Die Gemeinde Much und Much Aktiv konnten als Partner gewonnen werden. Beim ersten Treffen des Organisationsteams stellte Karl-Josef Eschbach seine Vorstellungen vor: die "Mucher Heufressser Wettkämpfe" im Stil von "Spiel ohne Grenzen". Eine Idee war geboren und fand viele begeisterte Anhänger.

Nun begann die lange Vorbereitungszeit von anderthalb Jahren, um die 1. Mucher Heufresser Wettkämpfe am 27. und 28.05.2006 durchzuführen.

Nachfolgend eine Zusammenfassung der Organisation:

04.03.2005:
Im Rahmen eines Organisationstreffens werden die Streckenführung und die Grundsätze des Wagenbaus festgelegt.

09.03.2005:
Das erste Treffen mit Vertretern aus den Dörfern findet statt. Die Idee wird mit Begeisterung aufgenommen. Es wird beschlossen, die Veranstaltung im Mai 2006 durchzuführen.

November 2005:
Der Maskottchenwettbewerb wird gestartet.

13.03.2006:
Teamtreffen mit allen angemeldeten Teams

04.04.2006:
Offizielle Vorstellung des Maskottchens

29.04.2006:
Die Spiele werden auf dem Hecknaaferhof getestet

02.05.2006:
Pressekonferenz mit Vorstellung der Wettkämpfe

20.05.2006:
Abnahme der Heuwagen durch Abnahmekomitee

21.05.2006:
Heufresser Figur wird auf dem Kreisel errichtet

26.05.2006:
Radio Bonn / Rhein-Sieg berichtet live aus Much
v.l.: Falko Hartmann, Karl-Josef Eschbach, Karl F. Clarenbach, Karl Heinz Heinrichs, Bürgermeister Alfred Haas, Stefan Mauermann und Andrea Engert
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.v.l.: Falko Hartmann, Karl-Josef Eschbach, Karl F. Clarenbach, Karl Heinz Heinrichs, Bürgermeister Alfred Haas, Stefan Mauermann und Andrea Engert
27.05.2006:
Die Startnummern waren zu Beginn der Heufresser-Nacht per Los ermittelt worden. Während ihre Wettkampfsongs gespielt wurden, liefen die zum Teil karnevalistisch kostümierten Teams samt Wagen ein und stellten sich mit ihrem Motto auf der Bühne der Öffentlichkeit vor. Dass einige von ihnen ihre Fans mitgebracht hatten, war nicht zu überhören. Unter einem so genannten "Magic Sky", der von der Dr.-Wirtz-Straße bis zum Kirchplatz über die für den Verkehr gesperrte Hauptstraße gespannt war, drängten sich trotz strömenden Regens die Besucher, um bei der Teamvorstellung, der Startnummernermittlung und der von "Disco 74" ausgerichteten anschließenden Party dabei zu sein.

28.05.2006:
Heufresser-Wettkämpfe
Früh morgens begannen die Vorbereitungen für die Wettkämpfe. Die Wettkampfstrecke musste mit Heuballen und Flatterband abgesteckt werden. Die einzelnen Wettkampfstätten wurden bereits am Vortag aufgebaut und am Sonntag fertig gestellt.

Den Abschluss der grandiosen Gemeinschafts-Veranstaltung von "Much Marketing", "Much Aktiv" und der Gemeinde, zu deren Gelingen neben den unermüdlichen Organisatoren - allen voran Falko Hartmann, Karl-Josef Eschbach und Karl F. Clarenbach - weitere 150 ehrenamtliche Helfer beigetragen haben, bildete ein Jazz-Konzert der Bigband "Public Rehearsal". Nur gemeinsam kann man einen so großen Event veranstalten. Alle Organisatoren sind sich einig, dass die Wettkämpfe fortgesetzt werden sollen, um die Legende vom Mucher Heufresser als Marke zu etablieren.




Mai 2006: Verkehrsverein Much e.V.


Der Verkehrsverein besteht im Dezember 38 Jahre. Die Wurzel geht zurück auf die Gründung eines Verschönerungsvereins Much aus dem Jahre 1898, sowie einer weiteren Gründung in den 40er Jahren. Auf Initiative der Jungen Union, des damaligen Gemeindedirektors H.W. Hautkappe sowie Herrn Johannes Jüstel wurde am 13.12.1968 der Verkehrsverein Much e.V. von 26 Mitgliedern gegründet.

Der Verkehrsverein will durch seine Tätigkeit beitragen zur Pflege der Heimatliebe und Heimatkunde, zur Erschließung heimatlicher Schönheiten, der Bauten und Kulturstätten, zur Verbesserung des Erholungs- und Freizeitwertes innerhalb der Gemeinde, zum Wohlbefinden der Erholungssuchenden Gäste in der Gemeinde, zur Pflege des Geisteslebens und des gegenseitigen Verständnisses der Völker und ihrer Sitten und Gebräuche sowie zur Verschönerung des Ortsbildes, Erhaltung der Volksbräuche und Sitten und Denkmäler der Natur, Geschichte und Kunst.

Eine der ersten Aktivitäten war die Anlage von Wanderwegen. Der Verkehrsverein hat augenblicklich knapp über 200 Mitglieder und die nachstehende Auflistung soll verdeutlichen, was der Vorstand in einmaligen oder wiederkehrenden Maßnahmen bisher geleistet hat. Dem ehrenamtlichen Vorstand gehören zurzeit folgende Personen an: Werner Trömpert, Joachim Hohlwein, Peter Berger, Hermann-Josef Steimel, Günter Schlimbach, Horst-Jürgen Neumann, Alfred Haas sowie die Beisitzer Marlene Berg, Heinz Harling, Christina Jonas, Werner Ley, Franz Otzipka, Franz Tampier und Karl-Heinz Warczok.

Seit 38 Jahren entwickeln ehrenamtliche Mitglieder "Ideen für Much" und sorgen für deren Umsetzung:

  • Baumpflanzaktionen (Hauptstraße Much, Kirchplatz, Neubaugebiete in Much und Marienfeld sowie Linden in der Lindenstraße)


  • Frühjahrs- und Sommerbepflanzung der Blumen-Kübel und -Kästen an der Hauptstraße und am Kirchplatz


  • Anschaffung von Ruhebänken im gesamten Gemeindegebiet


  • Restaurierung und Betreuung alter Wegekreuze


  • Umfangreiche Katalogisierung und Fotodokumentation aller 117 Steinkreuze, 61 Holzkreuze, 8 Kapellen, 18 Heiligenhäuschen, 12


  • Gedenksteinen und Tafeln nebst 4 Eisenkreuzen


  • Renovierung der "Germana-Kapelle"


  • Planung eines "Museums für Mucher Geschichte": geeignete Räumlichkeiten werden noch gesucht


  • Unterstützung von Aktivitäten von Vereinen und Hofgemeinschaften bei "grünen" Aktivitäten oder sonstigen Maßnahmen zur Ortsbild-Pflege oder -Gestaltung


  • Konzeption und Vertrieb der beliebten Wanderkarte (3. Auflage 2003 erschienen)


  • Markierung und Pflege der Wanderwege


  • geführte Wanderungen von kundigen Wanderführern


  • Erstellung von Gaststätten- und Beherbergungsverzeichnissen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Much; gleiches gilt für die bebilderten Orts-Prospekte


  • Aufstellung und Aktualisierung der Info-Vitrine am Dr. Wirtz-Parkplatz mit Hinweisen über Freizeitgestaltung, Kulturdenkmäler und sonstige gemeindliche Einrichtungen


  • Begrüßungstafeln / Stelen wurden auf Antrag des Verkehrsvereins von der Gemeinde an den Zufahrtsstraßen in den Ort Much aufgestellt


  • Organisation und Durchführung der "850-Jahr Feier Much"


  • Anstrahlung der St.-Martinus-Kirche


  • Kostenbeteiligung, wie z.B. "Wandern auf den Spuren der Historie", Restaurierung der Knappenfahne der Grube Aurora in Wellerscheid, Abendmahlszene Sankt Martinus Much, um nur einige beispielhaft zu nennen.


  • neue Straßenschilder im Ortskern: sie sollen den historischen Charakter des Ortskerns ausdrücken und auch den Bezug zu Persönlichkeiten der Geschichte von Much.


  • Skulpturenweg Much


Mitglieder des Verkehrsverein bei der Arbeit: Aufstellen der Skulptur an der Burg Overbach
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Mitglieder des Verkehrsverein bei der Arbeit: Aufstellen der Skulptur an der Burg Overbach
Der Skulpturenweg wurde nach Jahren der Planung am 14.05.2006 offiziell übergeben. Die Idee der Errichtung eines Skulpturenparks wurde 1993 in einem ersten, beispielgebenden Schritt umgesetzt. Am Walkweiher wurde die aus Naturstein gestaltete Skulptur "Sonnentor" aufgestellt. Der seinerzeit geplante Skulpturenpark wurde während des Planungsfortschritts zum Skulpturenweg ausgeweitet. Dieser führt durch den Ort und ist so angelegt, dass er die Kulturbauten Burg Overbach, Kloster St. Josefshaus und die Kirche St. Martinus sowie das Rathaus, den Adamsweg, den Raiffeisen-Dorfplatz, den Walkweiher sowie die Ecke Hauptstraße/Kirchstraße berührt.

"Der Vorstand des Verkehrsvereins Much würde sich über Nachwuchs sehr freuen, um auch in Zukunft die Lebensqualität und das Wohnumfeld in der Gemeinde Much nachhaltig verbessern zu können. Die ehrenamtlichen Helfer werden schließlich nicht jünger", so Werner Trömpert, der seit nunmehr 26 Jahren als 1. Vorsitzende den Verkehrsverein führt. Neben Werner Trömpert gehört Franz Otzipka als Gründungsmitglied heute noch dem erweiterten Vorstand an.




April 2006: Familien Trömpert und Dornseifer (Pflege Heiligenhäuschen in Niedermiebach)


Die Eheleute Helga und Alfred Trömpert haben es sich seit vielen Jahren zur Aufgabe gemacht, den Erhalt und die Pflege des Heiligenhäuschens zu übernehmen. Alfred Trömpert hat 1980 die Renovierung mit durchgeführt und seit Anfang an um das Heiligenhäuschen sehr bedacht.

(von links: Heidi und Franz-Josef Dornseifer, Peter Dornseifer, Alfred und Helga Trömpert)
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.(von links: Heidi und Franz-Josef Dornseifer, Peter Dornseifer, Alfred und Helga Trömpert)
Seit Jahren kümmern sie sich um das Heiligenhäuschen und halten dort Ordnung. Zahlreiche Arbeiten erledigen die Eheleute Trömpert. Seit vergangenem Jahr kümmert sich nun auch Familie Dornseifer sehr engagiert um das Heiligenhäuschen. So haben Franz-Josef und Peter Dornseifer das wöchentliche Rasen mähen und das alljährliche Heckeschneiden übernommen. Fast täglich gehen Heidi und Franz-Josef Dornseifer dort hin, um eine brennende Kerze zur Mutter Gottes zu stellen. In den Sommermonaten gehört auch ein frischer Strauß Blumen dazu. Gleichzeitig wird der von anderen hinterlassene Unrat beseitigt und entsorgt. Andere Arbeiten, wie z.B. Bänke streichen werden gemeinsam durchgeführt.

Leider wurde das Heiligenhäuschen vor ein paar Tagen zum 2. Mal nach seiner Renovierung mutwillig schwer beschädigt. Die nach der 1. Beschädigung von Ursula Stommel neu gestiftete Mutter Gottes wurde nun wieder entwendet.

In der mündlichen Überlieferung heißt es:
"Im 16. Jahrhundert, zur Zeit der Reformation, wurde das Heiligenhäuschen erbaut und dem hl. Donatus geweiht (Im Volksglauben ist der hl. Donatus der Schutzpatron bei Gewitter). Drabenderhöhe war damals noch überwiegend katholisch. Von hier führten die regelmäßig stattfindenden Bittprozessionen die Gläubigen nach Niedermiebach. Bei einer dieser Prozessionen erklärte der Pfarrer, dass er zum protestantischen Glauben übertrete. Dies geschah an der Stelle, an der das Heiligenhäuschen im Gedenken daran als Mahnung erbaut wurde."

Später wurde dieses Wahrzeichen durch Bergbau bedroht. Von dem nahe gelegenen Bleibergwerk Oberdorf wurden Stollen in alle Richtungen getrieben, die dann durch Verschiebung der Oberflächen das Heiligenhäuschen teilweise zerstörten.

1908 wurde es schon einmal instand gesetzt. Es wurde in Backstein aufgemauert, erhielt eine tiefe Rundbogennische und ein Giebeldach.
1980 war dieses Kleinod wieder in sehr schlechtem Zustand. Die Dorfbewohner von Niedermiebach beschlossen gemeinsame Aktionen zur Verschönerung und Erhaltung des Dorfes: Die ersten zwei Bänke für Dorfbewohner und Wanderer wurden in Eigenleistung hergestellt und an ausgesuchten Punkten aufgestellt. Dann folgte die Renovierung des Heiligenhäuschens oberhalb der Ortschaft Niedermiebach.

Die Dorfgemeinschaft renovierte das rund von Efeu umwachsene Heiligenhäuschen. Am 12.10.1980 war dann eine große Einweihung mit Dechant Franz Esser.

Ein schöner Bretterzaun war angelegt, Sitzbänke aufgestellt und am Buß- und Bettag wurde rundherum eine Hecke gepflanzt. Bei gutem Wetter wird dieser schöne Aussichtspunkt gerne von Wanderern aufgesucht.




März 2006: Gemeinnütziger Verein zur Förderung der Caritas-Pflegestation


Am 12.12.1988 wurde der Gemeinnützige Verein zur Förderung der Caritas-Pflegestation Much von 13 Personen gegründet. Der Förderverein hat zurzeit 160 Mitglieder. Die meisten Vorstandsmitglieder sind seit Gründung des Vereins im Vorstand tätig. Alle arbeiten ehrenamtlich. Zum Vorstand gehören Reinhold Klein, Horst Höffgen, Walter Löbel, Petra Ludwig, Hermann Opolka, Martina Delling und Karl-Heinz Alefelder.

Der Verein hat sich folgende Aufgaben und Ziele gesetzt:

  • Wir möchten mithelfen, die Pflege der alten und kranken Menschen in ihrer häuslichen Umgebung zu erleichtern.

  • Wir möchten dort mithelfen, wo Krankenkassen, Behörden und Wohlfahrtsverbände nicht helfen können.

  • Wir möchten den ambulanten Hospizdienst fördern und unterstützen.

  • Wir möchten die Arbeit der Caritas-Pflegestation in unserer Gemeinde mittragen.


Übergabe des 7. PKW durch den Förderverein an die Caritas-Pflegestation Much
Durch die Förderung des Vereins ist die Mucher Caritas-Pflegestation die bestausgestattete Pflegestation im Rhein-Sieg-Kreis. Durch die Mitgliedsbeiträge und Spenden einzelner Mucher Bürger und Bürgerinnen war es dem Verein möglich, zahlreiche Heil- und Hilfsmittel für die Caritas-Pflegestation anzuschaffen. Insgesamt wurden in den Jahren des Vereins der Caritas-Pflegestation 7 PKWs zur Verfügung gestellt. Der 7. PKW konnte in diesem Monat im Rahmen der Mitgliederversammlung überreicht werden. Auf all' diese Leistungen darf der Verein sehr stolz sein.

Neben der Bereitstellung von Heil- und Hilfsmitteln wurde in der Mitgliederversammlung 1998 der Gedanke zur Installation eines ambulanten Hospizdienstes von der Leiterin der Caritas-Pflegestation, Gertrud Krimmel, vorgetragen. Vorstand und die anwesenden Mitglieder waren von der Sache direkt begeistert und beschlossen, Möglichkeiten zu finden, diese Idee zu realisieren. Seit dem 15.05.1999 wurde der Aufbau des ambulanten Hospizdienstes der Caritas-Pflegestation in Much in Angriff genommen.

Ein zweijähriges Modellprojekt des Landes NRW zur besseren ambulanten Versorgung von schwerkranken sterbenden Menschen wurde 2000 gemeinsam mit Kranken- und Pflegekassen sowie ambulanten Hospizdiensten gestartet. Neben der Caritas-Pflegestation in Much waren noch weitere 17 Dienste beteiligt. Mit dem Programm sollte eine umfassende und psychosoziale Betreuung durch ambulante Hospizdienste erprobt werden, damit schwerkranke Menschen ihre letzte Lebensphase in der vertrauten häuslichen Umgebung verbringen können. Das Projekt wurde vom Land gefördert. Nach der zweijährigen Erprobungsphase wurde das Projekt nicht weiter unterstützt.

Dies wollte der Gemeinnützige Verein zur Förderung der Caritas-Pflegestation nicht akzeptieren und machte es sich zur Aufgabe, den Hospizdienst aufrecht zu erhalten und die Pflegestation finanziell zu unterstützen. Nachfolgend eine kurze Erläuterung der Arbeit des Hospizdienstes, der von Monika Delling geleitet wird.

Was ist Hospiz?
Hospiz ist eine Bewegung von Menschen, die Schwerkranke und Sterbende sowie deren Angehörige und Trauernde in ihrer Lebenssituation entlastet. Hospiz hilft, das Leben bis zum Ende als würdig, sinnvoll und wertvoll zu erfahren. Im Mittelpunkt stehen dabei der kranke Mensch und sein Wunsch, am Ende seines Lebens nicht allein zu sein und nach Möglichkeit bis zuletzt in der vertrauten Umgebung zu bleiben. Hospiz verändert das öffentliche Bewusstsein für Krankheit, Sterben und Trauer.

Der ambulante Hospizdienst der Caritas-Pflegestation ist für Menschen in Much, Ruppichteroth und Neunkirchen-Seelscheid da. Dieses kostenlose Angebot steht allen offen, unabhängig von Religion oder Weltanschauung, Alter, Herkunft oder Lebensweise. Der ambulante Hospizdienst ist eine Ergänzung zu anderen Diensten wie ärztliche Versorgung, Sozialarbeit, Seelsorge und Krankenpflege. Sterben bedeutet Leben bis zuletzt. Deshalb leistet der ambulante Hospizdienst nicht Sterbe-, sondern Lebenshilfe.

Wovon lebt Hospiz?
Der ambulante Hospizdienst ist vor allem auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen. Er wird geleistet von Frauen und Männern aus unterschiedlichen Berufen, mit verschiedenen Konfessionen und jeden Alters. Einer Mitarbeit in der direkten Begleitung geht die Teilnahme an einem Informations- und Vorbereitungskurs voraus, der insgesamt ein Jahr dauert. Für alle Ehrenamtlichen werden regelmäßig Praxisbegleitung und Fortbildungen durchgeführt.

Wie finanziert sich der Hospizdienst?
Die Anschubfinanzierung wurde durch den "Gemeinnützigen Verein zur Förderung der Caritas-Pflegestation Much e.V." gesichert. Damit ist der Hospizdienst ausschließlich auf Mitgliedsbeiträge und auf Spenden angewiesen. Gelegenheiten zu einer Spende gibt es viele, z.B. anlässlich eines Trauerfalls, eines Jubiläums oder durch Erlös von Veranstaltungen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich gerne mit Walter Löbel unter 02245/2139 in Verbindung setzen.




Februar 2006: Gerhard Baasen


In unserer Gemeinde gibt es viele Menschen, die sich für die Allgemeinheit, für andere, engagieren und so einen wertvollen Beitrag leisten. Heute stellen wir einen Mann vor, der seit über 15 Jahren Hilftransporte nach Rumänien bzw. Litauen begleitet und mit organisiert.

Gerhard Baasen (rechts) bei einer Spendenübergabe der evangelischen Kirche Much über 1.500 € in Rumänien
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Gerhard Baasen
Gerhard Baasen ist 70 Jahre alt, verheiratet mit seiner Frau Edith und wohnt in Feld. Der Rentner hat 2 Kinder und 4 Enkel. Neben der Familie hat sich das Ehepaar Baasen die Hilftstransporte nach Rumänien und Litauen zu ihrem gemeinsamen Hobby gemacht.

Begonnen hat alles im Jahre 1990: Pfarrer Skambraks verkündete in dem Gottesdienst am Sonntag, dass noch Fahrer für die Hilfstransporte nach Rumänien gesucht werden. Gerhard Baasen erklärte sich bereit, im nächsten Jahr mitzufahren. Mittags wurden die LKWs zu ihrem 2. Transport aus Much nach Rumänien verabschiedet und für die Fahrt noch gesegnet. Pfarrer Hages verabschiedete auch Gerhard Baasen und wünschte ihm eine gute Fahrt. Gerhard Baasen antwortete aber: "Ich fahre gar nicht mit!" Als er am Nachmittag wieder zu Hause war, klingelte auch schon das Telefon und Pfarrer Skambraks berichtete, dass ein Fahrer aus Gummersbach ausgefallen sei, da dieser keinen gültigen Führerschein habe und ansonsten auch nicht fahrbereit war. Es blieb nicht viel Zeit zum Überlegen. Gerhard Baasen rief seinen Vorgesetzten bei der Kreisverwaltung an und bat um 1 Woche Urlaub. Der Urlaub wurde genehmigt und somit stand seinem 1. Transport nach Rumänien fast nichts mehr im Wege. Montags musste nur noch schnell ein gültiges Visum besorgt werden, da er keinen Reisepass hatte. Hier konnte Altbürgermeister Fritz Wilhelm helfen.

In der Gemeinde Much wurden die Hilfstransporte nach Rumänien von 1989 bis 1996 von Alt-Bürgermeister Fritz Wilhelm, der in Rumänien geboren wurde, organisiert. 1994 fuhr sogar der gesamte Chor der evangelischen Kirche aus Much mit. Die Hilfsgüter für die Transporte nach Rumänien wurden im Altenwohnheim und im Bauhof der Gemeinde Much sortiert und entsprechend in Kartons verpackt. Nachdem die Fahrten aus Much nicht mehr stattfanden, schloss sich Gerhard Baasen dem Verein "Ökumenische Hilfe Seelscheid" an.
Seit 1997 fährt Gerhard Baasen alle Hilfstransporte nach Rumänien (Mai und Oktober) sowie Litauen (April). Gerhard Baasen betont: "Es muss immer wieder auf die große Armut in der Bevölkerung in den osteuropäischen Ländern hingewiesen werden und auf die Schwierigkeiten in der medizinischen Versorgung. So gibt es oft keine ausreichend geregelte Krankenversicherung, Behandlungen müssen aus eigener Tasche bezahlt werden. Unter anderem beliefert der Verein aus Seelscheid ein Krankenhaus für Diabeteserkrankte Kinder, das zwei Professoren durch Eigeninitiative und mit Spendenmitteln aus westeuropäischen Ländern errichtet haben. Mehr als 40 Kinder können dort auf den Umgang mit ihrer Krankheit eingestellt werden."

Die Hilfsgüter des Vereins "Ökumenische Hilfe Seelscheid" werden in der Lüttich-Kaserne in Köln-Longerich gelagert und verpackt. Die Eheleute Baasen fahren mit ihrer Tochter, Elke Harits, mehrmals im Jahr nach Köln, um die Hilfsgüter zu sortieren und zu verpacken (ca. 7 bis 8 Stunden pro Tag). In der Garage und dem Wohnzimmer der Baasens sieht es manchmal auch aus wie in einer großen Lagerhalle: zahlreiche Säcke und Kleiderkartons stapeln sich dort.

Seit November des vergangenen Jahres sammelt Gerhard Baasen wieder Spenden für den nächsten Hilfstransport des Vereins nach Litauen, der im April ansteht.

Die Sachspenden, die die Seelscheider jedes Jahr erhalten, übergeben sie stets persönlich den bedürfti-gen Institutionen und Familien in Rumänien und Litauen. "Das ist uns sehr wichtig, damit wir sehen, dass unsere Hilfe ankommt und nicht irgendwo im System hängen bleibt", unterstreicht Gerhard Baasen.

Und dass sie mit ihrer Hilfe wirklich etwas bewirken, sehen sie jedes Jahr aufs Neue, wenn sie wieder in die beiden Länder kommen. Dass sie vor allem Hilfe zur Selbsthilfe leisten wollen, das sei ihnen wichtig, betont Gerhard Baasen und freut sich über diese Art von Eigeninitiative und damit über die Hoffnung, die sie den oft so perspektivlosen Einwohnern geben können. "Das Strahlen in den Augen der Menschen lässt alle Strapazen vergessen und man überlegt auf der Heimfahrt schon wieder, wann der nächste Hilfstransport gestartet wird", so Edith Baasen. In den früheren Jahren mussten sie auf der Rücktour bei dem Bischof in Temesvar anhalten, um von ihm den Segen für die Rückfahrt zu bekommen. Wichtiger war dem Bischof aber, der mit Fritz Wilhelm zusammen studiert hat, dass sie wieder nach Rumänien fahren können, um weitere Hilfsgüter zu bringen.

Die Hilfsgüter werden durch bundesweite Sammelaktionen zusammengetragen sowie durch Einzelspenden aus der Bevölkerung und Beiträge der Kirchengemeinden. Auch die Kirchengemeinde aus Köln-Longerich hat maßgeblichen Anteil an den Transporten. Gerhard Baasen holt die Hilfsgüter in ganz Deutschland mit dem vereinseigenen 5-Tonner ab: Chemnitz, Recklinghausen, Wuppertal oder Pfaffenhofen, um nur einige zu nennen.

Auch Sie können mit Sach- und Geldspenden zum Gelingen der nächsten Fahrten beitragen. Die Kontoverbindung des Vereins ist: Kontonummer 012 007 928 bei der Kreissparkasse Seelscheid (BLZ 370 502 99).




Januar 2006: Eckhard Müller


Eckhard Müller
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Eckhard Müller
Eckhard Müller ist verheiratet, in diesen Tagen 70 Jahre alt geworden und wohnt in Oberholz. Viele kennen ihn durch seine zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten seit nunmehr über 40 Jahren in Mucher Vereinen, aber vor allem auch durch sein Engagement in der Redaktion des Pfarrbriefes der katholischen Kirchengemeinde Kreuzkapelle bzw. im Pfarrverband Much.

Neben seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten in den Vereinen war er 34 Jahre Mitglied im Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Johannes Baptist Kreuzkapelle (1971 - 2005). Wahrscheinlich eines der dienstältesten Pfarrgemeinderatsmitglieder im Dekanat.

Kurz nach der Wahl in den Pfarrgemeinderat begann er seine Arbeit in der Pfarrbriefredaktion von St. Johannes Baptist Kreuzkapelle und führte diese bis ins Jahr 2002 fort. Der Pfarrbrief wurde bis Anfang 1994 in "Handarbeit" erstellt. Frau Jürgens als Pfarrsekretärin schrieb die Artikel alle mit der Schreibmaschine. Danach begann die nächste Arbeit für Eckhard Müller. Nachdem er sich auf dem Esszimmer-Tisch Platz verschafft hatte, begann er die Seiten in mühevoller Schnipsel- und Klebearbeit druckfertig zusammen zu stellen. Die Überschriften und einzelne Passagen, die besonders hervorzuheben waren, mussten separat erstellt werden.

1994 legte sich Eckhard Müller einen "Steinzeit-Computer" zu und hat sich in den letzten Jahren vieles selber angeeignet. "Heute geht das alles viel einfacher mit dem Computer", so Eckhard Müller, der aber dennoch mit großer Freude an die ersten 22 Jahre des Pfarrbriefes zurück denkt, wo alles noch "Handarbeit" war.

Seit 2002 ist er verantwortlicher Redakteur des gemeinsamen Pfarrbriefes "Kirche vor Ort" im Pfarrverband Much. Er beschäftigt sich seitdem mit der druckfertigen Erstellung des gemeinsamen Pfarrbriefes, der 3-mal im Jahr erscheint.

Eckhard Müller betont, dass sich die Öffentlichkeitsarbeit in den Pfarrgemeinden in den letzten Jahren zu einem unverzichtbaren Aufgabenfeld entwickelt hat. Seelsorger und ehrenamtliche Frauen und Männer knüpfen mit viel Engagement und Überzeugung das Beziehungsnetz unter den Menschen weiter und informieren über den Pfarrbrief vom Leben der Pfarreien und greifen aktuelle Themen auf. Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit ist es, Menschen gezielt zu informieren. Es geht zum einen um die Information der eigenen Mitglieder mit Blick auf ihre unterschiedliche Nähe zur Pfarrgemeinde. In gleichem Maße geht es um die Präsenz in einer sich verändernden Gesellschaft, in der die Kirche zunehmend als eine Institution unter vielen wahrgenommen wird.

Durch die Information über wichtige Themen erhält der Einzelne die Möglichkeit zur Orienterung und zur Information.
Öffentlichkeitsarbeit erfordert immer mehr Arbeitsaufwand und Fachkompetenz. Die Pfarrgemeinde Much kann stolz auf einen engagierten und ehrenamtlich tätigen Eckhard Müller sein, der nunmehr seit 34 Jahren verantwortlich in der Öffentlichkeitsarbeit der katholischen Kirche tätig ist.

Abschließend noch eine kurze Auflistung seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten in den Vereinen:

  • 40 Jahre Vorstandsmitglied und Schriftführer im Bläsercorps Much (1964 - 2004); er ist seit nunmehr 44 Jahren Mitglied und mit 70 Jahren ältestes aktives Mitglied im Bläsercorps Much

  • seit 1968 Vorstandsmitglied und Schriftführer im Vorstand von Borussia Leverath

  • Darüber hinaus engagiert er sich im Leben der Dorfgemeinschaft Oberholz. Seit über 10 Jahren ist er Mitglied des "Chaos-Trio", welches das jährlich stattfindende Dorffest mit Liedern aus dem Dorfleben bereichert.

  • Er führte 1994 die ehemaligen Mitglieder des Schützen-Tambourcorps Kreuzkapelle wieder zusammen. Heute sind sie bekannt unter dem Namen "Die Silberlocken".


Druckversion anzeigen



Veranstaltungen
Much - WerWoWas
weitere Informationen
Partnerstädte der Gemeinde Much
Doullens
Groß Köris
weitere Informationen
Bürgerinfo-System
Mit dem Bürgerinformationssystem können sich Bürgerinnen und Bürger umfassend über die Arbeit des Gemeinderates informieren.
Zugang für Bürger
Waldfreibad Much
weitere Informationen
weitere Informationen
weitere Informationen
Much im Blick
weitere Informationen
Hier finden Sie Fotos aus der Gemeinde Much sowie von diversen Veranstaltungen.
weitere Informationen
ILEK "Bergischer Rhein-Sieg-Kreis"
weitere Informationen
Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept für die Stadt Lohmar sowie die Gemeinden Much, Neunkirchen-Seelscheid und Ruppichteroth.